Mob Rules - Hollowed Be Thy Name

Review

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Hut ab vor dieser Leistung! Die immer noch recht frische Band MOB RULES (man hat immerhin erst zwei läppische Scheibchen im Backkatalog) beweist auf ihrem dritten Werk “Hollowed Be Thy Name” eindrucksvoll ihr musikalisches Können. Eine erquickende Melange aus bestem Power-Metal-Bombast wird dem verzückten Hörer hier dargeboten. Irgendwo im stilistischen Spannungsfeld zwischen HELLOWEEN, IRON MAIDEN und VIRGIN STEELE angesiedelt, wird schwindelerregender Heavy-Metal geboten, der zwar immer traditionell klingt, aber dem man dennoch anmerkt, dass die norddeutsche Band nicht in den Achtzigern stehengelieben ist. Es wird demnach recht häufig Gebrauch vom beliebten Atmosphärespender “Keyboard” gemacht, was aber in diesem Fall zur Mucke passt wie die Faust aufs Auge. Lediglich der gelegentlich durchschlagende, ähm, teutonische Akzent des Shouters Klaus Dirks (“Büaning widsches evärywähr”) kann ein wenig am Rande penetrieren. Aber dieses Manko kann man letztlich getrost unter der Kategorie “Peanuts” verbuchen. Unterm Strich bleibt nämlich ein Klassealbum, das vor Ohrwürmern und Hits nur so strotzt. Zu nennen wären aus meiner Sicht vor allem der Titelsong, das mächtige “Wind and Rain” und das verspielte “House On Fire” obgleich sich keines der Stücke auf der Platte wirklich zu verstechen braucht. Positiv fällt weiterhin der bemerkenswerte lyrische Ansatz auf: “Hollowed Be Thy Name” ist nämlich ein Konzeptalbum zum Thema “Macht und Machtmissbrauch in allen Erscheinungsformen”. Wenn das mal nicht nach einer vorlesungsreifen Idee klingt! Abgerundet wird das Ganze durch eine absolut fette und mitreißende Produktion. Die Songs brettern derart straight und glasklar aus den Boxen, dass sie ohne Umwege ins Blut des Metallers gelangen können. Wenn dann noch Gäste wie Peavy Wagner und Roland Grapow am Start sind, erhöht das den Kultfaktor natürlich noch mal erheblich. Fazit: Wer auf Pathos und Bombast abfährt, sich an schönen Melodien erfreut und nicht immer nur den musikalischen Knüppel braucht, der kommt an dieser Platte nicht vorbei! Melodic-Metal made in Germany at its best!

26.09.2002

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