Murder Construct - Murder Construct

Review

Aufgrund der Tatsache, dass sich in den Reihen von MURDER CONSTRUCT Bandmitglieder namhafter Formationen wie CATTLE DECAPITATION und EXHUMED befinden, bin ich voller Vorfreude, ihr selbstbetiteltes Debut rezensieren zu dürfen, da ich davon ausgehe, dass diese Scheibe qualitativ ähnlich hochwertig ist.

Die ersten Nummern “Control“ und “No Savior“ zeigen, dass ich mit meiner Vermutung gar nicht so falsch liege, denn technisch sind die Tracks absolut perfekt. Hochgeschwindigkeits-Drumming gesellt sich zu brutalen Gitarrenriffs, Sänger Travis Ryan gurgelt in bester Death-Grind-Manier die Texte unverständlich ins Mikro, während der Bass für das nötige Kribbeln in der Magengegend sorgt. Soweit geht die Chose in Ordnung, denn etwas anderes erwartet man auch nicht von einer Grind-Combo. Jedoch muss ich beim weiteren Verlauf der Platte feststellen, dass die Songs sehr eintönig sind und die nötige Abwechslung vermissen lassen, die es zu einer richtig guten Veröffentlichung einfach braucht. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass es Alben gibt, die mehrere Hördurchläufe brauchen, um sich dem Hörer so richtig zu öffnen, bei “Murder Construct“ bleibt allerdings auch nach der fünften Wiederholung nicht ein einziges Riff im Ohr hängen. Das liegt vor allem daran, dass Schlagzeuger Danny Walker auf jegliche Variation verzichtet und fast ausschließlich auf den Einsatz von Blastbeats baut. Dabei gehen die Gitarren etwas unter, deren Riffs obendrein recht abgedroschen und austauschbar sind. Die Jungs aus Los Angeles verlassen sich einfach zu sehr auf ihre technischen Fähigkeiten und vergessen dabei, wirklich prägnante Parts in ihre Musik einfließen zu lassen und schlüssig zu arrangieren.

MURDER CONSTRUCT’s Debut ist trotz spielerischer Raffinesse und sehr guter Produktion leider nur mittelmäßig bis unterdurchschnittlich. Mit den Platten von CATTLE DECAPITATION oder EXHUMED ist man deutlich besser bedient, da diese einfach abwechslungsreicher und ausgereifter sind.

16.11.2010

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