Rage - Reign Of Fear (Re-Release)

Review

Galerie mit 17 Bildern: Rage - Rockharz 2017

Nachdem Peavy und seine Mannen mit “Prayers Of Steel” und der “Depraved To Black”-EP unter dem Namen AVENGER für einiges Aufsehen in der Szene sorgen konnten, war es nötig eine Namensänderung zu vollziehen. Man ‘einigte’ sich auf den Namen RAGE und veröffentlichte nur ein Jahr nach “Prayers Of Steel” also das quasi Debütalbum “Reign Of Fear”. Das erhält nun eine Neuauflage, die eine bis an die Oberkannte gefüllte Bonus-CD enthält. Fans sollten die Öhrchen spitzen.

Ihren Stil haben RAGE im Vergleich zu den beiden AVENGER-Releases nicht großartig geändert. Es dominieren weiterhin typische Teutonen-Metal-Riffs (auch, wenn der Begriff erst später salonfähig werden sollte), die zumeist mit hohem Tempo dargeboten werden. Dabei kommen Stücke wie der Opener “Deceiver”, “Reign Of Fear”, “Echoes Of Evil” oder das getragene “Raw Energy” am besten bei weg. Jörg Michael zeigt schon hier, warum er heute noch zu den besten Trommlern aus Deutschland zählt. Wesentlich präziser kommt auch das Songwriting daher, und Peavy konnte seine Performance verglichen mit dem Vorgänger hörbar steigern. Zwar verirren sich auch auf “Reign Of Fear” einige nicht ganz getroffene Töne, aber unter dem Strich ist deutlich eine Entwicklung zu erkennen. Gesondert herausstellen muss an dieser Stelle das über neun Minuten lange “Scaffold”, das schon 1986 Peavys Liebe zu langen Songs aufblitzen lässt. Sicher, der Klargesang könnte besser sein. Aber RAGE schaffen es schon hier einen super Spannungsbogen aufzubauen, wie sie es später bei Songs wie “In A Nameless Time” oder “Without A Trace” immer wieder tun sollten. Starkes Ding, das langsam den Nacken entlang kriecht.

Richtig spannend wird es aber auf CD zwei. Hier sind etliche Songs des Debüt in rohen Pre-Production-Versionen oder als Liveeinspielung im Studio zu hören. Hinzu kommen die fünf Songs vom dritten Demo der Band (damals noch unter dem Namen AVENGER), wobei die beiden Stücke “Tough Like Leather” und “Stay Wild” bislang unveröffentlicht sind. Wie schon bei dem “Prayers Of Steel” Re-Release kommt hier natürlich ganz viel Nostalgie auf. Von daher (und wegen der unveröffentlichten Stücke) eine absolut sinnvolle Ergänzung von “Reign Of Fear”.

Unter dem Strich ist “Reign Of Fear” somit ein gelungenes Debütalbum, das sich nicht nur Fans der Band ohne Probleme ins Regal stellen können. Wer die Frühphase von RAGE nicht oder bspw. nur die Sachen mit Viktor Smolski kennt, sollte das Album (wie auch den Nachfolger “Execution Guarateed”) nicht ohne einen Höreindruck im Laden kaufen. Der Stil von RAGE anno 1986 basiert noch sehr auf traditionellem Speed Metal, sowie Peavys hohen Screams, die er heute ja nur noch ganz selten einsetzt.

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27.12.2017

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