Replica - The Bright Side Of Death

Review

REPLICA aus Österreich sind bei Kennern bereits seit einigen Jahren aufgrund einer beachtlichen Kombinationsleistung bekannt. Unsere südlichen Landesnachbarn arbeiten nämlich auf ihren bisherigen Werken an einer interessanten Symbiose aus roher, unentkernter Aggression, wie sie in ihrer Atmosphäre und Ausstrahlung sicherlich am Ehesten von klassischem Thrash Metal symbolisiert wird, sowie mit einer großen Portion Core-Melodie, die man am Zielführendsten vermutlich irgendwo zwischen Metalcore und Screamo einordnen würde. Diese Schnittmenge bedienen die Jungs aus Marchtrenk auch im noch frischen Jahr wieder aufs Neue.

“The Bright Side Of Death“ ist nun der dritte Vollzeitanlauf des Fünfers, der sich auf gewohnte Trademarks fokussiert, auch wenn in der Zwischenzeit mit Dominik Steininger noch ein weiterer Saitenzirper hinzugestoßen ist. Das Herz und die Seele von REPLICA stehen allerdings einmal mehr hauptsächlich auf den Füßen von Sänger Alexander Krumenacker, der sowohl variabel und in modernem Stile krächzt, als auch tiefe Growls anzusetzen weiß. Die abwechslungsreichen und absolut wieder erkennbaren Vocals stehen dem dynamisch treibenden Gesamtkonzert des Albums gut zu Gesicht und veredeln das Ganze zu einem spaßigen Hörerlebnis.

Ihren zweiten ernsthaften Pluspunkt ernten REPLICA letztlich tatsächlich an den Saiten, denn finden abermals beachtliche Melodie-Verstrickungen statt, die sich immer wieder im Screamo oder Melodic-Hardcore verorten lassen und den Songs demzufolge eine lockere, flott ins Ohr gehende Dimension verpassen.

Auch wenn ich den Eindruck habe, dass man jene Problematik mittlerweile ein wenig eindämmen konnte, so bleibt nach wie vor noch der Wehrmutstropfen, dass auf “The Bright Side Of Death“ wieder mal zu wenig Hits verortet sind. Zwar beweisen “The Curse Of Evil“ oder “One Mile Down“, dass man an dieser Baustelle offensichtlich gearbeitet hat, doch insgesamt rauschen REPLICA immer noch mit zu wenigen bleibenden Wunden an einem vorbei und schreiben zu wenige Titel mit richtigem Identifikationswert. Aus diesem Grund kommt auch die dritte Scheibe nicht über ein lediglich gutes Prädikat hinaus.

13.01.2013

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