Rhapsody Of Fire - The Frozen Tears Of Angels

Review

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Das Aus für RHAPSODY OF FIRE? Viele Fans der italienischen Vorzeige-Symphonic Metaller haben in den letzten Jahren und Monaten um die Zukunft ihrer Band gebangt, bis letztendlich klargestellt wurde, dass sich die Band aufgrund diverser Streitereien mit dem ehemaligen Label nicht davon abbringen lassen, ihre Karriere fortzusetzen. Einige Monate und einen Labelwechsel später, präsentieren RHAPSODY OF FIRE nun endlich den heiß ersehnten Nachfolger zu “Triumph Or Agony” namens “The Frozen Tears Of Angels”, der via Nuclear Blast das Licht der Welt erblicken wird.

Laut Bandmitbegründer Alex Staropoli soll der Gesamtsound von “The Frozen Tears Of Angels” moderner als je zuvor klingen. Diese Aussage lassen wir an dieser Stelle unkommentiert stehen, denn auch das neue Album schlägt erneut in die unverkennbare RHAPSODY OF FIRE-Kerbe, die spätestens mit “Symphony Of Enchanted Lands” aufgetan wurde. Wer also einen innovativen Geniestreich erwartet, dürfte hier an der falschen Adresse sein. Wer aber auf klassischen Symphonic Metal steht, der von den eigentlichen Urvätern dieses Subgenres hervorragend umgesetzt wurde, kann bei “The Frozen Tears Of Angels” bedenkenlos zugreifen.

Das bereits vorab ins Netz gestellte “Sea Of Fate” kann dabei als netter, aber nicht unbedingt zwingender Titel genannt werden, denn das darauffolgende “Crystal Moonlight” (geniale Keyboardlinien und ein hymnischer Refrain) und vor allem “Reign Of Terror” zeigen, warum RHAPSODY OF FIRE heute dort sind, wo sie sind. Epische Chöre, ein immer noch fabelhafter Fabio Lione hinter dem Mikro, speedige, aber durchwegs melodiöse Keyboard- und Gitarrenläufe – genau so wollen wir RHAPSODY OF FIRE hören! Standesgemäß hat auch Sir Christopher Lee wieder ein paar Sprechparts übernommen, beispielsweise das Intro des italienischsprachigen, zu Beginn ein wenig an SCHANDMAUL(!) erinnernden “Danza Di Fuoco E Ghiaccio”. Mit “Raging Starfire” bieten Luca Turilli und Co. dann wieder einen typischen Titel, der in der Art von “Dawn Of Victory” um die Ecke lugt. Natürlich lässt es sich der Fünfer auch nicht nehmen mit “On The Way To Ainor” und dem Titeltrack zwei episch ausufernde, eingängige und an keiner Stelle langweilige Rausschmeißertracks zu produzieren, die den Geschmack jedes RHAPSODY OF FIRE-Fans treffen sollten.

“The Frozen Tears Of Angels” ist alles in allem ein lupenreines Comeback geworden, von dem ich mir ehrlich gesagt nicht allzu viel erwartet hatte. Für mich persönlich ist “The Frozen Tears Of Angels” eine Spur komplexer und besser als “Triumph Or Agony”, welches mir nicht zu hundert Prozent zugesagt hat. Seit der “Symphony Of Enchanted Lands” ist den Jungs zwar kein wirklicher Geniestreich mehr gelungen, die gefrorenen Tränen der Engel führen die herausragende Diskographie der Italiener aber eindrucksvoll fort. Fazit: RHAPSODY OF FIRE sind wieder da, Comeback gelungen, ein Pflichtkauf für Anhänger von symphonischem und epischem Metal. Was für eine Atmosphäre…

15.04.2010

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2 Kommentare zu Rhapsody Of Fire - The Frozen Tears Of Angels

  1. Anonymous sagt:

    Überraschend fein überdrehter Kitsch; es trötet, schwelgt in Bombast und die Leads agieren flink. Der Gesang, nun ja, etwas kastratenhaft und etwas zu hochgeschraubt, operettenhaft; aber manchmal, etwa "Sea Of Fate", "On The Way To Ainor", "Labyrinth" oder in "Frozen Tears…" gibts es coole Fates Warning-trifft-Becker/Friedman-Licks. Und textlich Frozen, Fate, Crystall, Moonlight, Reign, Fire, Dream, Labyrinth… das muss manchmal sein. Cradle machen das auf BM-Gothic-Basis…

    7/10
  2. metalmastermaxx sagt:

    Für ein Metalalbum ist mir die Scheibe zu soft. Instrumentals hier und da. Es fehlen die richtigen Burner. Das grandiose Reign of terror mal ausgenommen…

    5/10

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