Satyricon - Nemesis Divina

Review

Galerie mit 14 Bildern: Satyricon auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Satyricon gehörten für mich schon mit ihrer Debut-CD zu der absoluten Speerspitze des skandinavischen Black-Metals. So lieferten sie schon mit Dark Medieval Times eine der interessantesten Veröffentlichungen seiner Zeit ab. Harte, sägende und rauhe Gitarrenwogen unterbrochen von folkloristischen und mittelalterlichen Passagen gaben das Feeling, das diese Musik schon immer ausstrahlte. Auf dem nachfolgenden Longplayer The Shadowthrone verlor der mystische Aspekt an Bedeutung und die Band legte mehr Wert auf die beleidigende und radikale Seite ihrer Musik. Objektiv betrachtet war dies sicherlich ein Rückschritt, dennoch lieferten Satyricon nach wie vor das gleiche rauhe Feeling, die gleiche packende Kälte, nur noch verstärkt und kompensiert.Auch auf Nemesis Divina ändert sich nicht viel: Der Weg wird konsequent fortgeführt, die rauhen und scharfen Riffs wurden verstärkt, mittelalterliche und keyboardorientierte Passagen liefern den letzten Schliff und charakterisieren auch stellenweise das aktuelle Material. Keine Band hat es in diesem Maße geschafft, die mit dieser Musik verbundenen Vorstellungen und Eigenheiten in einer so einzigartigen Weise umzusetzen – ohne hierbei ihr Gesicht zu verlieren und sich in Heuchelei und Hasstiraden zu baden. Ehrlichkeit war und ist ein absoluter Anspruch, den Satyr, Kopf und Geist dieser Formation, an sich und seine Hörerschaft stellt. Schon wird einem im Booklet klar gemacht, wie egal Satyr sein Publikum ist und daß der einzige Schwerpunkt auf dem kreativen Schaffensprozeß der Musik liegt. Spätestens hier merkt man, daß für Satyricon nicht Image sondern Inhalt zählen. So ist der Song “Mother North” eine Widmung an die nordische Kultur und das eigene Land, die einen Einblick in Satyrs ureigenste Vorstellungen und Ansichten gewährt – wie auch das ganze Booklet, in dem im Gegensatz zu den vorherigen Alben sämtliche Texte abgedruckt sind. Die CD schließt sich mit dem letzten Part “Transcendental Requiem of Slaves” und ist ein absoluter Kauftip.

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21.02.1997

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Satyricon auf Tour

13.03.18metal.de präsentiertSatyricon - Live 2018Satyricon und Suicidal AngelsEssigfabrik, Köln
14.03.18metal.de präsentiertSatyricon - Live 2018Satyricon und Suicidal AngelsBatschkapp, Frankfurt/Main
15.03.18metal.de präsentiertSatyricon - Live 2018Satyricon und Suicidal AngelsLKA Longhorn, Stuttgart
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2 Kommentare zu Satyricon - Nemesis Divina

  1. dark summoning sagt:

    Verdammt geile Scheibe! Dynamische Gitarre und Schlagzeug, vereinzelte Keyboardspassagen sowie eine intensive, tolle Atmosphäre machen dieses Album zu einem Highlight des Genres. 42 Minuten höchster Black Metal Genuss! Die Band hat sich mit diesem Album und den 2 Vorgänger nicht umsonst an der Speerspitze der Norwegischen Black Metal Bands etabliert. Gehört neben Emperor und Limbonic Art zu einer der besten Formationen des Black Metals aus Norwegen.

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    Zustimmung, Zustimmung und noch einmal Zustimmung! "The Dawn Of A New Age" waren die schönsten 7 1/2 Minuten meines Lebens!

    10/10