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Sepultura - Against

Review

Galerie mit 8 Bildern: Sepultura - With Full Force 2014

Aus eins mach zwei: Sänger Max trennte sich von der Band und spielt nun mit Soulfly die Roots nach. Die verbliebenen Mannen von Sepultura ließen weit mehr Zeit ins Land vergehen, schlagen nun aber mit neuem Sänger (Derrick Green) und solch hochkarätiger Unterstützung wie Jason Newsted von der Ex-Metal-Band Metallica zurück. Aber hat es was gebracht? Leider nein! Was Sepultura mit dieser CD abliefern, könnte orientierungsloser nicht sein und man kann sich kaum vorstellen, daß diese Band einst solche Perlen wie Arise oder Chaos A.D. unter die Leute brachte…! Die Vocals setzen sich zusammen aus identitätslosem Gebrülle oder kornigem Sprechgesang. Die Musik wirkt vollkommen zusammengestückelt. Die einzelnen Stellen, ob langsam oder schnell, ob mit gesprochenen Vocals oder Gebrülle oder dem absolut schlechten Gegrunze und Gekreische bei “Reza”, ob orientalisch oder an Hip Hop angelehnt oder Thrash/Punk-lastig klingen für sich genommen sehr gut, zusammen ergibt sich aber eine unzusammenhängende Masse. Teilweise erinnern die Songs auch verdächtig an Roots, so als hätte die Band nicht mehr gewußt wie sie weitermachen soll und sich auf die alten Werte zurückbesonnen. Tracks wie “Boycott” weisen so viele Gemeinsamkeiten mit “Roots Bloody Roots” auf, daß man unweigerlich erwartet, gleich den Refrain aus dem Song des Vorgängeralbums zu hören, genauso wie “Tribus” einen sofort an “Ratamahatta” erinnert und man bei “F.O.E” noch weiter zurückgeht, nämlich zu dem Chaos A.D.-Song “Territory”. Das ist vor allem schade, da Sepultura sich bislang durch ein kraftvolles “nach-vorn” auszeichneten und die einzelnen Alben nur wenig mit Vergangenem zu tun hatten. Doch das alles scheint mit Max gegangen zu sein. Daran ändern auch nicht die recht brauchbaren langsamen Stellen wie in “Common Bonds” oder das recht gute “Hatred Inside” von Jason etwas: Sepultura anno 1998 sind paralysiert und trotten orientierungslos in der Gegend rum. Jegliches musikalisches Verständnis scheint mit Max von ihnen gegangen zu sein. Hier wird versucht, Vergangenes mit Gegenwärtigem zu vermischen, ohne daß die Band weiß aus was das Gegenwärtige besteht. Verzweifelt wird versucht, an Roots anzuknüpfen, ohne daß klar zu sein scheint, was diese CD ausgemacht hat. Chaos ist das Ergebnis und die Aussage der Band im Visions 69, der ersten CD von Soulfly würde eine musikalische Struktur fehlen und sie sei “chaotisch und ohne Linie” zeugt von einer krassen Selbstüberschätzung. Verwirrung findet sich beim Rezensenten ein, der jetzt wieder den Tribute-Sampler rausholt und sich die Death Metal-Version von “Territory” anhört. Damals wußte die Band noch, was für Musik sie spielt… Und bei all der Enttäuschung über dieses Album kommt ihm auch wieder in den Sinn, daß Metal-Bands mit schwarzen Bandmitgliedern irgendwie keinen richtigen Metal mehr spielen. Liegt wahrscheinlich an der anderen Mentalität, denn Japaner tun sich ja in “lebendigem” Metal auch schwer…

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21.08.1998

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1 Kommentar zu Sepultura - Against

  1. sascha sagt:

    Ich stimme dem review zu 100 % zu!
    Jedoch sind 4 Punkte zuviel für so einen Mist!
    Zwei Punkte, für srettelnweise ganz nette ansätze

    2/10