Shape Of Despair - Alone In The Mist

Review

Bevor SHAPE OF DESPAIR bereits mit dem Debut zu einem der Aushängeschilder finnischen Funeral Dooms wurden, firmierten sie von 1995 bis 1998 unter dem Namen RAVEN. Bis auf drei Demos, von denen nur das Zweite als Kassetten-Release erschien sowie auf dem 99er “The Eerie Sampler” des kurzlebigen Labels Eerie Verwendung fand, sprang dabei nichts Zählbares heraus, was im Falle des arg rauschenden “Rehersal I” weit weniger tragisch als beim inoffiziellen und bis dato ausserhalb eines Youtube-Uploads nie erhältlichen Demos “Alone In The Mist” war. Als aktuelles Label leisteten Season Of Mist dem Ende 2016 Abhilfe und machten “Alone In The Mist” als CD-/Vinyl-Veröffentlichung verfügbar,…

…was allein schon dadurch interessant wird, dass „Alone In The Mist“ den Grundstock für eben jenen Debut-Klassiker “Shades Of…” bildete. Bislang ungehörte SHAPE OF DESPAIR-Kompositionen sind hier zwar bis auf das knapp fünfminütige “Outro” nicht zu finden, dafür bietet sich die Gelegenheit, die Entwicklung einer der bemerkenswertesten Bands des Genres nachzuzeichnen. Neben dem im Vergleich zu späteren Studio-Alben deutlich entrückteren Sound, der trotz Remaster noch nah genug an der dumpfen Atmosphäre des Originals ist, unterscheiden sich alle fünf Tracks von den zu anderen Zeitpunkten veröffentlichten Versionen. Nicht nur sind das von der selbstbetitelten 2005er Compilation bekannte “To Adorn” als auch die späteren “Shades Of…”-Songs “Down Into The Stream”, “Shadowed Dreams“ (auf der ursprünglichen Demo noch “Shadows Beyond A Stone”, “Calls In The Cold Winternight” respektive “Joining The Gathering Of A New Kingdom” genannt), “Woundheir” und “…In The Mist” allesamt um ein bis zweieinhalb Minuten kürzer sondern auch deutlich rudimentärer und monotoner als ihre jüngeren Fassungen gehalten.

Die weiblichen Vocals von Natalie Koskinen fehlen noch komplett, die stilbildenden Keyboards sind weitaus zurückhaltender als von heutigen SHAPE OF DESPAIR eingeflochten. Spürbar dagegen war schon in dieser Frühphase die stark melodielastige aber dennoch bedrückende Atmosphäre, die SHAPE OF DESPAIRs Düsternis von der ihrer Landeskollegen wie SKEPTICISM, TYRANNY oder vor allem THERGOTHON unterscheidet. Jünger finnischen Dooms mit Low-Fi-Faible können bedenkenlos zugreifen, “Alone In The Mist” ist als auf 1000 Exemplare limitierte, handnummerierte CD sowie als auf 666 Exemplare limitiertes Gatefold-Vinyl mit RAVEN-Logo-Etching auf Seite D erhältlich.

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08.01.2017

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