Shrike - Hinab In Die Vertraute Fremdheit

Review

Mit “Hinab in die vertraute Fremdheit” veröffentlichen die Berliner SHRIKE ihr zweites Album, nachdem sie 2006 mit ihrem Debüt “Meine Wucherung” bereits ein kleines bisschen Aufmerksamkeit bekommen konnten. Für mich jedoch stellt das aktuelle Zweitwerk den ersten Kontakt mit der Band dar und so muss ich nach dem Einstieg mit dem Intro “Der Morgen” und dem Opener “Der Tag” erstmal schlucken: Soll das wirklich so weitergehen?

Nein, der Beginn von “Hinab in die vertraute Fremdheit” macht nicht gerade Lust auf mehr – nicht nur, dass das Songwriting, das sich in “Der Tag” offenbart, recht uninspiriert und lahm wirkt, auch der Sound ist erst mal ein Dämpfer: Extrem dumpf und hohl tönt die Mucke aus den Boxen. Das mag Absicht sein, aber es erleichtert den Hörgenuss nicht gerade. Zum Glück geht es im Laufe des Albums zumindest in Sachen Songwriting bergauf: Schon das anschließende “Der Abend” kann zumindest mit einem ruhigeren Part aufhorchen lassen, “Der Traum” ist ein angenehm rabiater Prügler, das abschließende Zwölf-Minuten-Stück “Schmerzen” ist einigermaßen reich an Ideen und kann durch ein gutes Maß an Abwechslung überzeugen.

Trotzdem muss jedoch gesagt sein, dass die Mischung aus Death und Black Metal (letzterer dominiert tendenziell), der sich SHRIKE verschrieben haben, weder besonders neuartig noch in der Lage ist, den Hörer über die volle Spielzeit von immerhin einer knappen Stunde bei der Stange zu halten. Letzteres liegt in erster Linie daran, dass SHRIKE zwar durchaus Ideen haben und diese in ihr musikalisches Konzept einzupflechten wissen, es sich dabei aber immer nur um Momentaufnahmen handelt. So vergeht zwischen den wirklich zündenden Ideen viel zu viel Zeit, als dass die Platte am Stück hörbar wäre, ohne sich zwischendurch immer mal wieder über lahmes Füllmaterial zu ärgern.

Potenzial ist also auf jeden Fall vorhanden, genauso wie einige coole Momente. Aber das reicht mir persönlich nicht aus, sodass ich “Hinab in die vertraute Fremdheit” insgesamt eher im Mittelmaß verorte.

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02.06.2013

Textchef.

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