Sons Of Aeon - Sons Of Aeon

Review

Was kommt dabei raus, wenn man aktuelle, beziehungsweise ehemalige Musiker von Bands wie GHOST BRIGADE, SWALLOW THE SUN, ENDSTAND oder CODE FOR SILENCE in einen Raum steckt und ihnen sagt, sie sollen ein Death Metal Album schreiben, das rau, böse, oldschoolig und zugleich frisch und authentisch klingen soll?

Die Antwort schimpft sich SONS OF AEON! Denn genauso wie Fans von BOLT THROWER mit dem selbstbetitelten Werk der Skandinavier auf ihre Kosten kommen, so werden sicherlich auch Freunde der eigentlichen Stammbands hieran Gefallen finden. Wie ein wilder Sturm bricht das knapp 50-minütige Werk über einen hinweg und verschlingt den Hörer unweigerlich in einem Strudel aus Melodie, Aggression und Atmosphäre. Bereits der Opener “Faceless“ kracht wie ein eine tosende Welle auf steinerne Klippen. Unbändig und doch voller Gefühle sorgt dieses Stück bereits für die ersten Gänsehautmomente, was aber bei den folgenden neun Kompositionen ohne qualitative Einbußen weitergeführt wird. Seien es die gröberen und heftigen Brocken wie “Cold Waves“, das grandiose “Seed Of Destruction“, oder die etwas gefühlvolleren Momente wie in “The Centre“ oder “Weakness“, SONS OF AEON wissen zu jeder Sekunde zu überzeugen.

Natürlich schimmert in dem ein oder anderen Riff oder Lead gerade GHOST BRIGADE immer wieder durch, aber dies fällt aufgrund der doch recht unterschiedlichen Ausrichtung nur marginal ins Gewicht. Generell ist es wahrlich schwer, irgendwelche Kritikpunkte zu finden, da dieses Debüt durchweg mit Qualität, Intensität und Abwechslung zu punkten weiß. Ebenso wie die Kompositionen selbst, ist auch die Produktion über jeden Zweifel erhaben und rückt die Songs mit seiner erdigen und rauen Produktion ins rechte Licht, ohne einen zeitgemäßen Klang vermissen zu lassen. Das Gleiche gilt auch für das grandiose Cover, welches die Musik mit diesem kargen Motiv perfekt einfängt und widerspiegelt.

SONS OF AEON haben mit ihrem ersten Streich definitiv alles richtig gemacht. Ich freue mich schon auf die ersten Shows der Jungs. Hoffentlich war dies keine einmalige Angelegenheit und wir bekommen noch mehr Kost dieser Klasse geboten. Fans der oben genannten Bands sollten unbedingt einem ein Ohr riskieren und auch Freunde von harter und gleichzeitig emotionaler Musik sollten diesem Werk eine Chance geben.

16.01.2013

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