Stratovarius - Nemesis

Review

Galerie mit 22 Bildern: Stratovarius - 70000 Tons Of Metal 2016

STRATOVARIUS sind zurück. Mit ihrem neuen Album treten die Finnen endgültig aus dem Schatten ihres Ex-Gitarristen Timo Tolkki und lassen die Querelen der letzten Dekade hinter sich. Ein großer Schritt, insbesondere für Tolkki-Nachfolger Matias Kupiainen, der auf “Nemesis” nicht nur einen Großteil des Songmaterials komponierte, sondern auch die Produktion und den Mix der Scheibe übernahm. Und das Ergebnis kann sich hören lassen!

Einerseits sind die typischen STRATOVARIUS-Trademarks, die die Band in den Neunzigern zur vielleicht wichtigsten melodischen Power-Metal-Band Europas gemacht haben, immernoch präsent. Gleichzeitig verpasst sich die Band aber einen neuen, moderneren Anstrich und klingt dadurch eine Spur härter als früher, vielleicht sogar einen Hauch sperriger – wenn man das bei einer Formation, die seit jeher völlig zurecht als Ohrwurm-Garant gilt, überhaupt sagen kann.

Die treibenden Electro-Loops in “Halcyon Days” oder die poppigen Feelgood-Harmonien von “Fantasy” bereichern den Sound des Quintetts und zeigen, dass auch nach knapp dreißig Jahren wechselhafter Bandgeschichte noch eine Weiterentwicklung möglich ist, ohne dabei wirklich aus dem Genre, dass man selbst seit vielen Jahren maßgeblich mitgeprägt hat, auszubrechen. Dies ist das wahre Kunststück, das STRATOVARIUS auf “Nemesis” vollbringen, eine konsequente, nachvollziehbare Weiterentwicklung, die subtil genug ist, um von der gesamten Fanbasis bedingungslos mitgetragen werden zu können.

Mit dem vorab auf einer gleichnamigen EP veröffentlichten “Unbreakable” haben STRATOVARIUS bereits ein Ausrufezeichen gesetzt und einen Vorgeschmack auf die “neue” Ausrichtung gegeben, ohne jedoch das volle Ausmaß mit allen neuen Facetten preiszugeben. Machten bereits die ersten beiden Post-Tolkki-Alben “Polaris” und “Elysium” deutlich, dass mit dieser Band nach wie vor zu rechnen ist, so ist “Nemesis” ein wahrer Befreiungsschlag. Mit dieser Scheibe sollte es den Finnen spielend gelingen, den Weg zurück an die Spitze der europäischen Power-Metal-Szene zu finden.

16.02.2013

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