Symphonity - King Of Persia

Review

SYMPHONITY präsentieren nach einer langen Wartezeit – ganze acht Jahre sind es, um genau zu sein – ihr neues Album “King Of Persia”. Die Band spielt hierauf im wesentlichen Power Metal, der mal mehr, mal weniger symphonisch daher kommt. Im Promozettel steht, dass die Band oft mit SONATA ARCTICA und STRATOVARIUS verglichen werde. Allerdings eignen sich beide Referenzbands nur unzureichend, um die volle Palette des Albums zu umschreiben.

SYMPHONITY unterhalten…

SYMPHONITY spielen ihren Power Metal sehr solide. Dazu ist der Sound ansprechend, wenn auch wenig revolutionär. Der eröffnende Titeltrack überzeugt mit seinen wilden, leicht an Victor Smolski erinnernden Gitarren. Die orchestralen Arrangements dagegen wirken teilweise etwas lahm und ergänzen das Riffing nicht optimal, fast so, als wären sie an einigen Stellen beim Abmischen noch hastig hinzugefügt worden. Das Sängergespann Hayer/Langhans trägt den Neunminüter zum Glück souverän durch seine Spielzeit und lässt sich sogar von einer Sopranistin aus dem Hintergrund unterstützen. Auch das folgende “The Choice” kann überzeugen. Der Song legt den Fokus mehr auf die “Power” im Power Metal und kommt entsprechend flott auf den Punkt.

Im weiteren Verlauf erlebt der Hörer weitere Highlights, so etwa “Flying”, das an QUEENSRŸCHE denken lässt. “Children Of The Light” trägt etwas SYMPHONY X in sich und “Live To Tell The Tale” ist wie “The Choice” einfach nur geiler Power Metal mit knackigen Riffs und einem überlebensgroßen Refrain. Das schnelle “Unwelcome” dagegen kommt den eingangs erwähnten SONATA ARCTICA noch am nächsten und geht ebenfalls gut ab.

…mit wenigen Abstrichen

Dem gegenüber steht dann etwa “In The Name Of God”, das – natürlich – Kritik an den Machenschaften der Kirche äußert. Die hier angesprochenen Themen sind von sehr ernsthafter Natur, keine Frage. Doch die Lyrics sind etwas zu simpel und plump geschrieben, um diese Ernsthaftigkeit glaubhaft zu transportieren. Man hat gelegentlich Momente, in denen man sich fragt: “Haben die das jetzt echt gerade gemacht?” “A Farewell That Wasn’t Meant To Be” dagegen ist die kitschige Quotenballade, die vor allem mit den überzuckerten Klavierlinien zu kämpfen hat. Und der Song wird durch ein EKG eingeleitet und beschlossen. Klischees, Klischees…

Ebenfalls verwirren mich die Titelwahl und das Cover des Albums. Der Name “King Of Persia” lässt ein historisches Konzeptwerk vermuten, doch das ist das Album nicht. Dazu passend wirkt das Cover fast schon trostlos. Und das, obwohl die Band hier eine regelrechte Cheese-Party feiert. Welcome to the campy world of Power Metal.

Etwas kitsch- und cheeseerprobt muss man als SYMPHONITY-Hörer also sein. “King Of Persia” ist demnach kein Album für solche, die sich durch den überbordenen Charme des Genres schnell unangenehm berührt fühlen. Die Band schießt damit gelegentlich auch über das Ziel hinaus. Das hält “King Of Persia” jedoch nicht davon ab, Spaß zu machen. Denn gerade die besseren Tracks hinterlassen dann doch einen guten Eindruck und halten den Power-Metal-Liebhaber bei bester Laune.

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04.12.2016

Hier ist ein Klaas Milch.

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