The 11th Hour - Lacrima Mortis

Review

Mastermind Ed Warby (HAIL OF BULLETS, GOREFEST, AYREON) legt mit “Lacrima Mortis” das zweite Werk seiner Soloband THE 11TH HOUR vor, welches uns mit der gesanglichen Unterstützung von Pim Blankenstein (OFFICIUM TRISTE) Verlust, Tod und Trauer näher bringen soll.

Allerdings hält sich die in der Beilage hochgelobte Traurigkeit doch etwas in Grenzen, denn so niederschmetternd ist der neueste Streich des Niederländers nun doch nicht. Auch wenn der Opener “We All Die Alone” noch einen anderen Eindruck vermittelt und mit gelungen Gesangswechseln strotzt, so fehlt es den folgenden Stücken einfach an den wirklich rührenden Momenten, und auch kalte Schauer wollen sich nur sehr sporadisch erfühlen lassen. Das größte Problem an der ganzen Sache ist, dass Warby zu viel des Guten will und so ein wenig den roten Faden verliert. Auch die eigentlich sehr gelungenen cleanen Gesangspassagen sorgen für eine gewisse Zerfahrenheit des Materials, denn so ganz will der an HELLOWEEN erinnernde Gesang nicht mit der Musik harmonieren. Da ziehen die Growls Blankensteins den Karren schon deutlich mehr aus dem Dreck!

Natürlich ist Herr Warby ein Meister seines Fachs und erschafft nach wie vor Kompositionen, welche andere Bands wie Anfänger aussehen lassen, aber leider kann es sich nicht mit seiner eigenen Vergangenheit messen. Über die Produktion und das spielerische Niveau muss man an dieser Stelle ganz sicher nichts verlieren, denn jeder, der sich einmal mit den Musikern hinter THE 11TH HOUR beschäftigt hat, weiß, dass es bei diesen Personen um gestandene Musiker handelt, die ganz genau wissen, was sie machen.

“Lacrima Mortis” ist ein gutes, aber eben nicht bahnbrechendes Düsterwerk geworden, das sicherlich seine guten und reizvollen Momente besitzt. Nur leider kann es mich nicht auf Dauer überzeugen, da mir einfach die markerschütternden Emotionen dahinter fehlen. Fans von älteren AMORPHIS oder auch BE´LAKOR sollten THE 11TH HOUR aber durchaus eine Chance geben. Es kann sich lohnen!

11.01.2012

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