The World Is A Beautiful Place And I Am No Longer Afraid To Die - Always Foreign

Review

Review von Susanne Fuhs

Für THE WORLD IS A BEAUTIFUL PLACE …  gab’s in den letzten Jahren so viele Schläge ins Gesicht, dass es unklar war, ob es die Band mit dem ellenlangen Namen jemals wieder ins Studio schafft, geschweige denn jemals wieder ein Album veröffentlichen kann. Fast forward zwei Jahre und erleichtertes Aufatmen aus Fankreisen später: ja, sie können! Leichte Umbesetzungen, aber in meinen Augen stärker als jemals zuvor steigen THE WORLD … wie der Phönix aus der Asche empor um der Welt und den Neidern zu zeigen: “ja, wir können das!”

Die erste Singleauskopplung “Dillon And Her Son” steht hier programmatisch für das, was TWIABP auf “Always Foreign” abliefern: schwermütiger Emorock trifft auf leichten Indie-Rock und dient als Basis für zuckersüße, aber dennoch hochgradig scharfe Lyrics. Sänger David Bello schreibt über den Song, “dass es darum geht, in einer Welt älter zu werden, die ständig über den Haufen geworfen wird und darüber, dass man es irgendwie schaffen muss, seinen Realitätssinn zusammenzuhalten. Das macht zwar Spaß, ist aber gefährlich und manchmal muss man auf ein paar Schlangen steigen, um den Weg zu seiner eigenen, stabilen Person freizumachen.”

Der Grundtenor des Albums ist ein zuversichtlicher, bis auf das Epos “Marine Tigers”, welches von Bellos Vater handelt, der als Immigrant aus Mexiko in die USA kam und sich mit Rassismus konfrontiert sah – ein Thema, welches heutzutage mehr denn je unter den Fingernägeln brennt. Auch das abschließende “Infinite Steve” schlägt in diese Kerbe: Melodramatisches baut sich auf, um zum Ende den Weg alles Irdischen zu gehen: es fällt in sich zusammen, und zurück bleibt: nichts.

29.09.2017

What has to happen in a person's life to become a critic anyway?

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