This Or The Apocalypse - Monuments

Review

Fünf junge – dem Bandphoto nach zu urteilen sogar fast noch jugendliche – Amis nehmen ihre Instrumente in die Hände und fangen an, Musik zu machen. Was kommt dabei heutzutage wohl heraus? Genau: Metalcore am oberen Ende der Härteskala.

Und wieder mal gibt es eine Metalcore-/Deathcore-Band mehr, die klingt, wie schon Hunderte vor ihr. Wobei das im Falle THIS OR THE APOCALYPSE jedoch nicht ganz richtig ist, denn die Herren Armellino (Vocals), Esbenshade, Phillips (beide Gitarre), McFarland (Drums) und Hennessey (Bass) gehen auf ihrem Debütalbum “Monuments” technisch erstaunlich komplex zur Sache, feuern unglaubliche Rhythmussalven durch die Lautsprecher und verwundern den Hörer im nächsten Moment wieder mit überwiegend disharmonischen Melodielinien, so zum Beispiel in “We Are Debt” oder dem stark verschnörkelten “Geist”. Damit ist eins klar: THIS OR THE APOCALYPSE beherrschen ihre Instrumente für ihr Alter verdammt gut.
Nur stellt sich mir die Frage, wie viel Komplexität man in einem Genre gebrauchen kann, in dem es hauptsächlich darauf ankommt, fett und eingängig zu sein. Denn ganz ehrlich: So wirklich festgesetzt haben sich die Songs bei mir auch nach mittlerweile fünf Durchläufen noch nicht. Und damit haben THIS OR THE APOCALYPSE mal wieder dasselbe Problem, wie ihre etlichen Genrekollegen: Sicherlich machen sie keine schlechte Musik. Ganz bestimmt ist ihre Musik technisch gesehen sogar sehr gut. Aber trotzdem fehlt was. Der Wiedererkennungswert zum Beispiel. Das, was diese Band von der unterscheidet, die ich letzte Woche rezensiert habe (und von der, die nächste Woche kommt – denn kommen wird sie ganz bestimmt).

Bei allem technischen Können, dem ziemlich schicken Albumcover und dem fetten Sound – “Monuments” ist mal wieder nur ein durchschnittliches Metalcore-Album, das zum einen Ohr rein, zum anderen wieder rausgeht.

25.10.2008

Textchef.

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2 Kommentare zu This Or The Apocalypse - Monuments

  1. battle sagt:

    imo einer der vielversprechensten newcomer im eigtl. toten metalcore-genre. schon ein sehr feines debütalbum. von durchschnittlichen gedöns kann man nicht reden, da es handwerklich/technisch gesehen schon recht fein ist. wer auf august burns red oder an etwas progressivere varianten des metalcore steht wie misery signals darf ruhig mal ein testhören wagen.

    8/10
  2. alas sagt:

    Ich habe Monate lang versucht ein passendes Kommentar zu verfassen aber da dies dann 3 Mal so lang wurde wie das eigtl. Review hier die Kurzfassung.
    Das hier ist beileibe das schlechteste Review bis dato!
    Ich danke dem EMP der übringes auch recht unpassend die Band beschrieb, bis heute hier für.
    Die Band kann man als eine Mischung aus Architects (weniger Math und Death) und Misery Signals (Takt, Melodien) und etwas neuere From a Second Story Window (Ohrwürmer) beschreiben, alelrdings mit anfangs schwerer Zugänglichkeit.
    Ich habe mind 6 Mal alle Myspace Songs hören müssen, um von totale Scheiße auf (und das schaffen viel. 3-4 sonstige Bands) Gänsehaut-Feeling zu kommen.
    Also Herr Rezensent und alle Lesenden,:
    Wer mal anderen Metalcore als iwelchen Schweden oder Neo-Thrash-Schrott konsumieren will, und sogar auf Genre-Klichees wie Breakdowns (vereinzelnt auftretend) und Clean-Gsang verzichten will und kann, reinhören, wer progressiven Metalcore voller Abwechslung hören will, reinhören, wer wirklich tolle eingebaute Melodien hören will , reinhören.
    Wer die Wahrheit über diesen Meilenstein im Metalcore lesen will, gehe mal zu hardkern.de metalglory.de.
    Mit Respekt Herr Rezensent, aber mehrmals wirst du die Platte wohl nicht gheört haben, oder in einem vor lauter schlechten iwas Core resultierenden Stimmungstief.
    Meine Überraschungsplatte neben den (vorher unwichtigen) BMTH.
    Ach und habe ich die Progressivität schon erwähnt?
    9/10 Punkten
    Wer was besseres im Core kennt solls bitte posten und bitte kein Standart Core ala Unearth und Co

    9/10