Ufomammut - Oro: Opus Alter

Review

Freude! UFOMMAMUT legen noch in diesem Jahr nach. Nachdem “Oro: Opus Primum” den ersten Teil markierte, erscheint mit “Oro: Opus Alter” nun der zweite und abschließende Teil dieses Konzepts. Die Italiener knüpfen selbstredend an ihren Vorgänger an, wirken aber zeitweise eine Spur rauer als noch im Frühjahr.

Dabei wird der Anteil der Vocals auf ein nahezu kaum merkbares Minimum reduziert, was allerdings kein Problem darstellt. Denn wie schon auf dem Vorgänger sind es kraftvolle Doom-Riffs, psychedelische Untertöne, Sludge und eine gehörige Portion Experimentierfreude, die UFOMAMMUT aus der Masse hervorheben. Was etwas zurückgefahren wurde, sind die harmonischeren Stränge, dafür gibt es Riff-Bollwerke und eine durch die Keyboards eher in den Hintergrund gerückte Soundkulisse, welche die Italiener leicht abgedreht wirken lässt. Der gesamte Klangkosmos von UFOMAMMUT ist ohnehin in einer anderen Welt beheimatet. Hypnotisch trifft es da ganz gut, das Trio spielt sich spätestens in “Sulphurdew” wieder in einen Rausch, der sich direkt auf den Hörer überträgt und mit in den düsteren Abgrund schleift. Ein Entkommen daraus ist eher schwer, wenn dann wie in “Sublime” noch ein paar verstörende Samples eingestreut werden, verschwimmen die Bilder im Kopf leicht in bedrohliche Farben, die aber nicht minder faszinierend sind.

“Oro: Opus Alter” führt den Weg von “Oro: Opus Primum” ganz logisch und konsequent fort, wirkt aber nicht ganz so anziehend. Dennoch ist dieses zweiteilige Konzept aufgegangen und lässt beide Alben, gerade hintereinander zu einer berauschenden Erfahrung werden, die vor allem eines schafft: den Hörer aus der Realität zu holen!

 

Wer das Album in Videoform genießen möchte, sollte sich das hier nicht entgehen lassen!

11.10.2012

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