Warseid - Where Fate Lies Unbound

Review

Eine Band aus den USA, atmosphärischer, melodischer Black Metal und Folk-Elemente? Na, klingelt’s? Genau, hatte ich auch als allererstes dran gedacht: AGALLOCH scheinen für WARSEID Brüder im Geiste zu sein.

Und ja: Hier und da ist das Vorzeigeschiff des atmosphärischen US-Black-Metals aus Oregon nicht weit entfernt vom Sound der relativ jungen WARSEID, die mit “Where Fate Lies Unbound” ihre zweite EP nach zwei Demos herausbringen; so fängt “Farewell” zum Beispiel mit Akustik- und Keyboardspielereien an, die auch AGALLOCH gut zu Gesicht stehen würden. Und doch: Das ist schon ein Stückchen eigenständiger was WARSEID machen. Die schrauben die Folk-Anteile nämlich ein gutes Stück nach oben, ergänzen zu ihrem Black Metal symphonische Elemente sowie gelegentliche Death-Metal-Riffs und -Soli, sodass “Where Fate Lies Unbound” unter dem Strich ein relativ eigenständiges Stück Musik darstellt – allerdings auch ein relativ inhomogenes und überladenes. Spaß macht das schon, wenn WARSEID im bereits genannten “Farewell” sehr, sehr emotionale Parts heraushauen oder wenn sie Höhepunkte schaffen, um die sie viele Bands beneiden würden. Allerdings sind drei oder vier Höhepunkte in einer guten halben Stunde eben kaum genug, um “Where Fate Lies Unbound” zu einer unwiderstehlichen Angelegenheit zu machen.

Diese EP mag zwar ein paar wirklich, wirklich starke Momente haben – aber es bleibt eben nur bei Momenten.

08.10.2012

Stellvertretender Chefredakteur. Auch bekannt als Herr Møller.

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