Way To End - Various Shades Of Black

Review

Avantgarde Black Metal war wahrscheinlich nur auf einer einzigen Platte das, was er sein könnte (und sollte) – VED BUENS ENDEs “Written In Waters”. Na gut, vermutlich auch auf DØDHEIMSGARDs “Kronet Til Konge”. Aber was sich heutzutage an Bands diese Stilbezeichnung selbst aufdrückt, nur um ihre völlig wirren und mitnichten avantgardistischen Ergüsse irgendwo an der äußersten Peripherie des Black Metal zu rechtfertigen, ist wirklich abenteuerlich.

WAY TO END wandeln dabei auf den luftigen Pfaden ihrer Landsleute von FOLGE DEM WIND – und das heißt ganz konkret: “Various Shades Of Black” ist ein in manchen Teil unhörbares, zumindest und zumeist aber wenigstens ungenießbares Produkt ohne jeden erkennbaren roten Faden. Hier werden undurchschaubare Songstrukturen, folgedemwindschiefe Düdelleadgitarren mit Verstimmfeeling, Schlagzeug zwischen Black Metal mit Andersmachanspruch und Pseudoswing, tonnenweise Effekte und teilweise kaum anhörbar schiefer Cleangesang (neben eher standardorientierten Screams und Growls) wild durcheinander geworfen. Heraus kommt dabei tatsächlich kein einziger von vorne bis hinten mit Genuss hörbarer Song, sondern eher eine fünfzigminütige Collage mit unzählbaren Kopfschüttelmomenten und viiiiel zu wenigen Lichtblicken. Erschreckenderweise sind hier vor allem die Akustikzwischenstücke zu nennen. Das ist für eine Metalplatte eher unglücklich.

“Various Shades Of Black” möchte so gerne grotesk und anspruchsvoll sein. Was es aber dabei vor allem wirklich ist: Grotesk furchtbar und über volle Länge nicht zu ertragen. Und das sage ich wirklich nicht gerne. Denn: Black Metal anders als nur böse und schwarz-weiß zu spielen, hat uns ja – siehe oben – großartige Meisterwerke beschert. Und davon sind WAY TO END wirklich way too far entfernt.

27.03.2013

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