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Reviews der Band
Pink Cream 69 - Ceremonial

Pink Cream 69

"Ceremonial"
CD-Review, 1893 mal gelesen, 02.02.2013 Wertung 08/10
Pink Cream 69 - Thunderdome

Pink Cream 69

"Thunderdome"
CD-Review, 3716 mal gelesen, 25.04.2004 Wertung 08/10

News der Band

28.06.2007

Die Powermetaller PINK CREAM 69 aus Karlsruhe sind im Oktober mit ihrem neuen Album "In10Sit" im Gepäck auf deutschen Bühnen unterwegs,...

11.07.2003

Direkt nach ihrem umjubelten Auftritt beim diesjährigen Bang Your Head Festival in Balingen haben Pink Cream 69 einen neuen Vertrag mit...


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Interview

Pink Cream 69

Sie werden zwar nach wie vor (und vollkommen zu Recht!) zur "Creme de la Creme" der deutschen Rockmusik-Szene gezählt und können nach wie vor auf eine treue Fan-Gemeinde blicken, selbst wenn sich diese noch nicht einmal wirklich sicher sein durfte, ob es denn überhaupt jemals wieder ein neues Album der Melodic-Institution PINK CREAM 69 geben würde. Doch allen Unkenrufen - und Nebenbeschäftigungen - zum Trotz haben sich die Herren Dennis Ward, Alfred Koffler, Uwe Reitenauer, David Readman und Chris Schmidt, ihr neuer Mann hinter dem Drumkit, doch noch dazu entschlossen der geifernden Meute ein weiteres Exemplar ihres Schaffens anzubieten. Dieses wurde auf den Namen "Ceremonial" getauft und dürfte nicht nur die erwähnte Zielgruppe vollauf zufrieden stellen, sondern darüber hinaus jeden Connaisseur von erlesenen Rock-Klängen in Wallung versetzen, schließlich enthält die Scheibe alles, was man von einem hochklassigen Rock-Album erwarten darf.

Wie es doch noch zu diesem Album kam, warum es aber dennoch etwas "länger" als bei anderen Formationen gedauert hat und noch vieles mehr aus dem Lager der Band wusste Gitarrist Alfred am Telefon zu berichten, der einen überaus entspannten Eindruck machte, sich aber merklich über meinen positiven Eindruck von "Ceremonial“ freute:

Ganz ehrlich: Da mich Dennis in einem Interview zum Thema des damals brandaktuellen UNISONIC-Debüts vor ziemlich genau einem Jahr wissen hat lassen, dass er sich nicht ganz sicher sei, ob überhaupt jemals wieder ein neues "Pinkies“-Album zu haben sein würde, war ich ein wenig desillusioniert was die Band betrifft. Umso positiver überrascht war ich jedoch, als ich erfahren durfte, dass ihr Euch doch wieder zu aufgerafft habt um neue Songs aufzunehmen und noch überraschender kam für mich, wie flink ihr im Endeffekt das Ergebnis "Ceremonial“ präsentieren konntet.

Das kann ich gut nachvollziehen, denn im Endeffekt wussten wir selbst nicht genau, ob und wann wir wieder mit einem Album am Start sein könnten. Ich kann die Aussagen von Dennis zu jenem Zeitpunkt nur bestätigen, vor allem deshalb, weil wir allesamt in alle möglichen Projekte und sonstige Tätigkeiten eingebunden waren, so dass wir irgendwann tatsächlich nicht mehr gewusst haben, ob denn PINK CREAM 69 eine Zukunft hätten. Doch irgendwie haben wir uns dann doch dazu entschlossen und sind im Endeffekt auch recht bald in die Gänge gekommen.

Und das mit dem Ergebnis, das sich exakt so anhört, als ob ihr Euch im Vorfeld bewusst hingesetzt hättet um die "Essenz“ eures Schaffens seit den Anfängen bis zuletzt quasi herauszufiltern und in Form von neuen Songs komprimiert wiederzugeben.

Deinen Eindruck kann ich nicht nur gut nachvollziehen, ich muss Dir voll und ganz Recht geben. Denn auch wenn wir uns im Vorfeld keinerlei Gedanken darüber gemacht haben, sehen wir das ganz genauso so! Dabei hatten wir beim Schreiben der Songs weder Vorgaben noch Anforderungen, sondern haben mehr oder weniger "frei Schnauze“ drauf los komponiert. Druck oder Stress gab es zwar ohnehin keinen, dass aber alles dermaßen locker ablaufen würde war auch nicht zu erwarten. Und ja, mit dem Ergebnis sind wir mehr als nur zufrieden!

Kann ich mir gut vorstellen. Ein Grund für die offenbar überaus entspannte Vorgehensweise war mit Sicherheit auch, dass ihr die Produktion im Studio von Dennis bewältigt habt.

Korrekt. Wobei es aber nicht nur der Faktor "Zeit“ war, der dadurch ziemlich außer Acht gelassen worden konnte, sondern auch der Faktor "Geld“, ein nicht gerade vernachlässigbares Detail.

Logisch, schließlich habt ihr nicht nur das Studio, sondern auch den Produzenten innerhalb der eigenen Reihen.

Das stimmt, allerdings muss man hier hinzufügen, dass wir allesamt im Vorfeld unabhängig voneinander bereits in unseren Home-Studios viele Stücke und Passagen aufgenommen haben und uns bei Dennis quasi erst zur Fertigstellung getroffen haben. Ich zum Beispiel habe vor gut einem Jahr damit begonnen bei mir zu Hause ersten Ideen und Riff-Sammlungen im Alleingang in meinem Home-Studio aufzunehmen.

Auf diese Art haben dann alle Mitglieder mehr oder weniger die Vorproduktion absolviert, oder wie darf man sich das vorstellen?

Ja, in etwa so ist es gelaufen. Natürlich ist es nicht so, dass wir uns nicht sehen würden oder eine Art "Fernbeziehung“ innerhalb der Band führen würden, von der Arbeitsweise her aber war es sehr wohl so. Zu diesen ohnehin schon recht günstigen Umständen kommt bei uns bekanntermaßen auch noch die Tatsache, dass wir allesamt in einem Umkreis von vielleicht 30 Kilometer voneinander entfernt wohnen und sich auch etwaige spontane Zusammenkünfte locker und problemlos bewältigen lassen.

Ganz so locker dürfte aber doch nicht alles gelaufen sein, so hat Euch bekanntlich euer langjähriger Drummer Kostas Zafiriou vor kurzer Zeit verlassen.

Ja, das war in der Tat keine einfache Geschichte, für keine von uns. Kostas musste aber eine Entscheidung treffen, da er all seine Betätigungsfelder einfach nicht mehr problemlos bewältigen konnte. Auf der einen Seite muss man wissen, dass Kostas seit langer Zeit im Business eine ganz große Nummer ist und auch als Tour-Manager für HELLOWEEN ausgelastet ist. Gerade dadurch ist es auch schon vorgekommen, dass er in der Vergangenheit mehrmals für etwaige Gigs von uns leider nicht parat gewesen ist, ein echtes Problem ist aber dennoch nie daraus geworden. Wesentlich härter hat es ihn immer jedoch immer wieder getroffen, dass es ihm als engagierten Familienvater das Herz förmlich zerreißt, wenn er für längere Zeiträume irgendwo auf dieser Welt herumgondelt und sich nicht um die "Seinen“ zu Hause um kümmern kann. Von daher war seine Entscheidung, sich zumindest bei PINK CREAM 69 auszuklinken zwar zunächst ein gewisser Schock, im Endeffekt aber doch mehr als nur verständlich, zumal wir uns ja auch keineswegs im Streit getrennt haben, sondern alle im Sinne von Kostas eingewilligt haben. Man muss diesbezüglich ja auch noch erwähnen, dass er bei uns ja nicht "nur“ als Schlagzeuger tätig war, wie bei UNISONIC, er hatte darüber auch noch hinaus sämtliche organisatorischen Tätigkeiten für die Band über und man kann sich in etwa vorstellen, was da an Arbeit auf einen Menschen zukommt, wenn alle geschäftlichen Fäden auf seinem Schreibtisch zusammenlaufen.

Zumindest um die Nachfolge hinter Drumkit habt ihr Euch dafür nicht sonderlich bemühen müssen.

Das stimmt! Chris ist eigentlich seit den Anfängen Mitglied der „Familie“ und war auch auf fast all unseren Tourneen als Techniker mit dabei. Dass er dabei zumeist für Kostas als Drum-Tech gearbeitet hat, machte es logischerweise noch ein wenig leichter.

Nicht ganz einfach stelle ich mir auch die aktuelle Situation von eurem Sänger David vor, schließlich liefert er nicht nur auf "Ceremonial“ eine exquisite Vorstellung seiner Sangeskünste, nahezu zeitgleich kann man ihm auch auf der neuen VOODOO CIRCLE-Scheibe bestaunen. Kam der arme Kerl da nicht in mächtigen Stress oder gar in einen Interessenskonflikt?

Nee, der schafft das schon der Knabe, haha. Im Ernst, David war sich seiner Doppelbelastung voll und ganz bewusst und hat phasenweise tatsächlich an beiden Alben zeitgleich gearbeitet. Ein Problem war das aber dennoch nicht, zum einen weiß David ungemein fokussiert an Dinge heranzugehen und zum anderen ist er nicht nur ein Riesengesangs-, sondern auch ein Organisationstalent.

Apropos Belastung. Wie ist es denn um den Zustand deiner Hand bestellt, die in der Vergangenheit immer wieder Probleme bereitete?

Lass es mich so formulieren: Meine fokale Dystonie wird zwar nicht besser, aber immerhin auch nicht schlechter. Es gab in der Vergangenheit allerdings mehrfach Tage wo ich wirklich nicht mehr wusste, wie ich Gitarre spielen konnte. In der ersten Phase der Krankheit musste ich dringend Verstärkung anfordern, doch seit wir den Uwe als zweiten Gitarristen mit dabei haben, fällt mir einiges leichter, da ich durch meine veränderte Spieltechnik wieder schmerzfrei spielen kann.

Das heißt auch, dass man wohl auch auf weitere Live-Aktivitäten hoffen darf, oder?

Oh ja! Obwohl das nicht der Grund gewesen ist, weshalb wir uns auf den Bühnen rar gemacht haben. Ich bin aber wirklich guter Dinge, dass wir es mit „Ceremonial“ im Handgepäck nun doch auch wieder öfter auf diverse Festivals und eventuell sogar wieder zu einer durchgehenden Tournee bringen. Zwar kann ich momentan nur auf unseren bereits bestätigten Auftritt beim tschechischen "Metalfest“ Ende Mai hinweisen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass da noch einige Gigs mehr hinzukommen werden.

Das hoffen wir alle, nicht zuletzt deshalb, weil auf dem neuesten Dreher einige potentielle Live-Abräumer verewigt wurden, zu denen der Bär ordentlich ins Steppen geraten wird!


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