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Reviews der Band
Skånska Mord - Paths To Charon

Skånska Mord

"Paths To Charon"
CD-Review, 1671 mal gelesen, 25.09.2012 Wertung 08/10

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Interview

Skånska Mord

SKÅNSKA MORD ist gewiss nicht die erste Band, die angebluesten Hardrock mit Seventies-Schlagseite spielt, und sie wird auch nicht die letzte Band sein. Aber das Quintett aus dem südschwedischen Örkelljunga klingt dabei ziemlich souverän und legt mit "Paths To Charon" ein richtig gutes Album vor. Wir packten die Gelegenheit beim Schopfe und baten Drummer Thomas Jönsson um Auskunft: Warum klingt das Album so schmissig, wie ist sein Selbstverständnis als Drummer und was hält er überhaupt von dieser BLACK SABBATH-Reunion? Hier sind die Antworten.

"Paths To Charon" ist bereits Euer zweites Album, und Ihr seid beileibe keine Neulinge in der Szene: Einige von Euch waren vorher bei HALF MAN und MOTHERCAKE aktiv. Wann habt Ihr SKÅNSKA MORD aus der Taufe gehoben, welche waren Eure ersten Schritte und welche Eure Zielsetzungen mit der Band?

Nun, es fing alles 2006 mit einer Jamsession an, und damals hatten wir noch gar keinen Plan für irgendwas. Weil es sich aber von Beginn an gut anhörte, haben wir beschlossen, dass wir doch in dieser Besetzung einfach weitermachen sollten. Unser Sänger Janne Bengtsson kam später in diesem Jahr dazu, und damit hatten wir eine Truppe zusammen, bei der es sich so anfühlte, als würden wir zusammen etwas bewerkstelligen können. Und nach zwei Alben ist noch nicht Schluss. Hoffentlich können wir bereits 2013 unser nächstes Album aufnehmen, und richtig schön wäre es, auch mal außerhalb Schwedens aufzutreten.

Den Namen SKÅNSKA MORD teilt Ihr Euch mit einer schwedischen Fernsehkrimiserie aus den Achtzigern – das dürfte kein Zufall sein. Wieviel aus dieser Serie kann man denn in der Band SKÅNSKA MORD wiederfinden?

Ja, korrekt, SKÅNSKA MORD haben wir von dieser Fernsehserie entlehnt, aber das war's dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Wir dachten uns einfach, dass der Name gut klingt und zwischen all den englischen Bandnamen einfach wiederzuerkennen sei. Vielleicht ist er es auch nicht... Hahaha, die Zukunft wird es zeigen!

Um mal auf Euer Album "Paths To Charon" zu sprechen zu kommen: Ich finde, eine besondere Stärke des Albums ist, dass es einerseits songorientiert ist und andererseits die Arrangements ziemlich schmissig sind – es gibt nicht nur ein Riff oder eine Idee, die den gesamten Song zusammenhalten muss. Wie lange habt Ihr an dem Album geschrieben, und auf welchen Song seid Ihr am meisten stolz?

Ich denke, "Dark Caves Of Our Mind" sagt alles. Der älteste Track auf dem Album und, wenn Du mich fragst, auch der stärkste. Da gibt es sehr starken Gesang und eine perfekte Mischung aus guten Riffs und Dynamik. Nun, was Deine erste Frage angeht: Wir haben das Album über einen langen Zeitraum hinweg geschrieben, und die letzten Teile haben wir im Dezember 2011 und Januar 2012 arrangiert. Wir sind wirklich nicht ganz so produktiv, wie wir uns das manchmal wünschen, hahaha!

Beim zweiten Track "Addicts" gibt es wirklich starken Gesang von der SPIDERS-Sängerin Ann-Sofie Hoyles zu hören – hattet Ihr beim Schreiben des Songs schon im Hinterkopf, dass sie den Gesang beisteuern sollte?

Nein, beim Schreiben eigentlich nicht. Aber als wir die Stücke fertig geschrieben hatten, war das einer der Songs, bei denen wir uns ihren Gesang zusammen mit den Vocals von Janne gut vorstellen konnten. Und das Ergebnis spricht für sich. Wir hatten letztes Jahr eine Show zusammen mit ihnen und GRAVEYARD und haben sie bei der Gelegenheit einfach mal gefragt, ob sie Lust hätte, auf unserem Album zu singen. Sie mochte diese Idee wirklich sehr, und so kam die Sache dann zustande.

Ihr seid zu fünft in der Band und jeder von Euch ist schon lange als Musiker unterwegs. Kannst Du beschreiben, welchen Einfluss jedes der Mitglieder auf den Bandsound hat?

Oh, das ist nicht einfach zu beantworten. Ich würde sagen, dass der Sound von SKÅNSKA MORD von einer langen Reihe verschiedener Konstellationen zwischen uns Mitgliedern abhängt. So lange ein paar von uns in einer Band spielen, wird es immer nach SKÅNSKA MORD klingen.

Hm, na gut. Wie würdest Du Deinen Schlagzeugstil und Dein Selbstverständnis als Drummer beschreiben?

Hahahaha, mein Selbstverständnis als Drummer? Ich denke oft, dass ich ein ausgesprochen mittelmäßiger Schlagzeuger bin. Ich hasse es, wenn ich mich bei Filmaufnahmen sehe oder spielen höre!

Mal zu einer anderen Sache: In Schweden sind ja derzeit einige Bluesy Hardrock-Bands unterwegs, wenn man beispielsweise an GRAVEYARD oder WITCHCRAFT denkt. Fühlt Ihr Euch denn auch als Teil einer oder dieser schwedischen Szene?

Ja, klar fühlen wir uns dieser Szene. Ich liebe sowohl GRAVEYARD als auch WITCHCRAFT, und dann gibt es ja noch eine Reihe anderer großartiger schwedischer Bands da draußen. Ich glaube, unser Label Small Stone Recordings hat noch mindestens vier weitere Bands aus Schweden unter Vertrag, die ich dieser Szene zurechnen könnte.

Der Stil, den Ihr mit SKÅNSKA MORD spielt, wird häufig als "retro" bezeichnet. Wie stehst Du dazu?

Ich glaube, dass wir ein bisschen retro klingen, ist unvermeidlich, da die meisten von uns ein Interesse an der Musik aus den frühen Siebzigern haben. Es ist nicht so, dass wir das bewusst machen. Ich ziehe übrigens den Begriff "retro" anderen Begriffen wie "Stoner Rock" vor. Wir spielen Hard Rock mit einer Menge Einflüssen aus den Siebzigern. Wie man uns letztlich kategorisiert, überlasse ich aber dem Hörer.

Okay, noch ein Frage, die höchstens indirekt mit Euch zu tun hat: Im Promoblatt wird BLACK SABBATH als einer Eurer Einflüsse genannt, und mit einem Augenzwinkern hinzugefügt: "mit Bill Ward". Was hältst Du von dieser ganzen Reuniongeschichte von BLACK SABBATH, jetzt wo Bill Ward nun doch nicht mit dabei ist?

Ich denke, dass das kompletter Schwachsinn ist! Die Leute – und das schließt BLACK SABBATH mit ein – vergessen, dass die Band nicht nur aus Ozzy und Tony besteht. Bringt dem Mann Respekt entgegen und macht eine Reunion mit ihm oder lasst es bleiben! Ich war auf einer dieser Ersatzshows im Juni, mit OZZY AND FRIENDS... Einfach traurig!

Alles klar, danke! Das war's auch schon. Irgendwelche warmen Worte für unsere Leser?

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