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Konzertbericht

Münster ist zu Gast in Bochum. Die Irish Folk Punk/Rock Band MR.IRISH BASTARD haben die jungen Punkrocker von DAMNIAM ins Schlepptau genommen, um heute Abend ein Ründchen in der Matrix zu feiern. Eine willkommene Abwechslung zum Karneval, der zwischen Pott und Rheinland scheinbar sämtliche Städte im Griff hat. Zwar kommen lange Zeit Zweifel auf, ob sich auch ausreichend Fans dem närrischen Treiben entziehen können, aber am Ende wendet sich doch noch alles dem Positiven zu.

 

DAMNIAM


Die Zeit vergeht und es scheint nicht voller zu werden. Ab und an sieht man ein Gesicht aus dem Backstagebereich um die Ecke blicken, welches sich scheinbar von der Anzahl der Besucher ein Bild machen möchte. Dieses schaut wirklich ganz lange ganz schön elendig aus. Selbst als DAMNIAM ihren Gig starten und die ersten Riffs von der Bühne hallen, herrscht die ersten 1,50 – 2,00 Meter nichts als Leere vor der Bühne. Die vier jungen Münsteraner lassen sich davon allerdings nicht abhalten, motiviert ihre Songs zu präsentieren.

 


Die ersten Versuche von Sänger und Gitarrist Buschti verlaufen noch im Sande. Wie eine magische Grenze scheint niemand näher an die Bühne herantreten zu wollen. Dabei sind DAMNIAM alles andere als unsympathische Punker. In ihrem Auftreten kann das Luftloch vor der Bühne schon mal nicht begründet liegen. Auch der bemühte Klatschkontest kann sich nur einen winzigen Augenblick halten. Erst der kurz darauf folgende Einsatz einer Spiderman-Maske und einer glubschäugigen Karnevalsbrille bei Buschti, sorgen allmählich für etwas Auflockerung im Publikum. Als sich dann noch ein kleines Knäuel junger Fans den Weg nach vorne geschlagen hat, kippt der Schalter allmählich.


Der Anstoß zu einem erfolgreichen Gig wird sowohl von diesem Grüppchen, als auch von der Aussage „Wer hat Bock auf den berühmten Bochumer Blutpogo?!? Los! Circle Pit oder so!“, gegeben. Eine kleine Schubserei beginnt sich aufzuschaukeln und als dann auch noch ein Besucher aus dem Publikum zum Stagediven aufgefordert wird, füllt es sich auch zusehends unmittelbar vor der Bühne. Der Mob ist warm geworden und hört fortan nicht mehr auf zu tanzen.

 


Eine kleine Krönung bietet die Gesangseinlage von Drummer Dennis, der zum Ende hin mit Buschti die Plätze tauscht. Dennis präsentiert sich als wahrer Entertainer und flaxt mächtig herum. Obendrein ist auch seine Stimme nicht zu verachten und Buschti stellt unter Beweis, dass er das Schlagzeug gut unter Kontrolle hat.
DAMNIAM haben das Glück, dass sie die einzige Vorband von MR. IRISH BASTARD sind. Dadurch bekommen sie 45 Minuten lang die Gelegenheit, ihren frischen und schnörkellosen Punkrock zum Besten zu geben, der am Ende sogar fruchtet und ganz ordentlich bei dem Publikum in der Matrix angekommen zu sein scheint.

 

MR. IRISH BASTARD


Rasch suchen DAMNIAM ihre sieben Sachen zusammen, während zeitgleich die Musiker von MR: IRISH BASTARD beginnen, auf der Bühne herum zu wuseln. Da alle mit anpacken, kommt es beinahe zu einer Umbaupause in Rekordzeit, sodass das Konzert zeitig beginnen kann.


Der Jubel seitens der Fans ist sofort enorm, der gute, gepflegte Pogo lässt keine Sekunde auf sich warten und plötzlich wird es in den ersten Reihen beinahe eng. Es steht ganz schnell fest, dass dieses Konzert mit meilenweitem Abstand besser ist, als jede Karnevalsparty. Beinahe eine Schande, diese beiden Anlässe miteinander zu vergleichen. Die Fans geben der Band vor der Bühne mit ihrer frischen und munteren Stimmung allen Grund zur Freude und ebnen so den Weg zu einem erfolgreichen Konzert. Zwar hat Lady Lily das Problem, dass sie ihr Spiel auf der Tin Whistle nicht hören kann, aber das soll es dann auch erst mal an kleinen Störfeldern gewesen sein.

 


Der Pogo fordert bald seine ersten Opfer und blutige Nasen. Dabei geht es eher sachte im Inneren des Moshs zu sich, vergleicht man ihn mit den alles zerstörenden Pits in anderen Musikgenres. MR. IRISH BASTARD können ihre musikalische Ähnlichkeit zu Bands wie den DROPKICK MURPHYS und FLOGGING MOLLY nicht abstreiten, müssen sich jedoch auch nicht hinter ihnen verstecken. Auch wenn das berühmte „Let’s go BASTARDS!“, welches immer wieder aus den Fan-Kehlen erschallt, vielleicht doch bei den MURPHYS bleiben sollte. Insgesamt bieten die Songs von MR. IRISH BASTARD viel Potential zum Mitsingen und noch mehr Futter, um fröhlich von einem Bein auf das andere zu hüpfen. So macht Musik Spaß. Der Sound kann zwar keinen Blumentopf gewinnen, könnte aber auch wesentlich schlechter sein. Die Tin Whistle und die Banjo können sich gut bei den anderen Instrumenten durchsetzten, was schon die halbe Miete darstellt.


Offenbar aufgeheizt von der grandiosen Stimmung kann es sich Gitarrist Moe Leicester nicht nehmen lassen, gemeinsam mit seiner Klampfe ein Bad in der Menge zu nehmen. Die Euphorie auf beiden Seiten ist bis in die hinterste Ecke zu spüren und als sich Sänger The Irish Bastard, der sich heute in einen schicken Jogginganzug geschmissen hat, bei den Fans für den grandiosen Abend und das tolle Feedback bedankt, glaubt man ihm jedes seiner Worte.

 


Einen kleinen Haken gibt es allerdings dennoch: Muss es nach einer Wall Of Folk wirklich auch noch eine Wall Of Love geben?!? Zugegeben ist der Anblick in der Tat witzig, als das Publikum, welches sich in zwei Hälften geteilt hat, engelsgleich aufeinander zufliegt und sich beim Aufeinandertreffen umarmt und küsst. Wie auch immer man es findet, die Stimmung und die Musik waren den ganzen Abend hindurch großartig und als ein paar Fans auf die Bühne klettern, um von dort oben die letzten Lieder gemeinsam mit der Band zu feiern, findet dieses Konzert seinen krönenden Abschluss unter großem Jubel.


Kommentare




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doktor von pain
melden doktor von pain | 06.03.2012 | 19:18 Uhr

So, so, der "Mop" ist also warm geworden, wie? Dann hat die Piutzfrau wohl gewaltig Gas gegeben.  

Sickman
melden Sickman | 06.03.2012 | 19:30 Uhr

Mopper ma hier nich rum *g*
(wird korrigiert, danke)