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CD-Review

Back From The Dead

Artikel veröffentlicht am 23.02.2013 | 1975 mal gelesen

Eine stimmungsvoll gezupfte Country-Gitarre eröffnet “Back From The Dead”, das Debüt-Album von ex-GUNS 'N' ROSES-Drummer Steven Adlers neuem Projekt ADLER. Und die Botschaft hinter diesem Titel machen Steven Adler, der in den vergangenen Jahren mehr durch seinen Drogenkonsum als seine Musik von sich reden machte, und seine Mitstreiter mit ihren Songs mehr als deutlich.

Denn “Back From The Dead” ist eines frischesten und energischsten Rock-Alben, das mir seit langem untergekommen ist, und macht zweifellos deutlich, dass Steven Adler endlich wieder auf der Matte steht und mit diesem Werk zum ersten großen Schlag nach seinem Absturz ausgeholt hat. Schon der eröffnende Titeltrack strotzt vor Spielfreude und Leidenschaft, die abwechslungsreichen Riffs preschen straight nach vorn und münden in einen Killer-Refrain, der sich umgehend in die Gehörgänge brennt. Richtig punkten kann auch Sänger Jacob Bunton (MARS ELECTRIC) mit seiner vollen und warmen Stimme, die für Rock-Musik recht untypisch modern ausfällt, die Songs dadurch jedoch gleich noch etwas lebendiger macht.

“Back From The Dead” bleibt jedoch nicht der einzige Hit auf dem gleichnamigen Album, sondern befindet sich viel mehr in bester Gesellschaft. Schon das darauffolgende “Own Worst Enemy” oder das schmissige “The One That You Hated” sind mit ebenso mitreißenden und packenden Hooklines ausgestattet und verlangen regelrecht danach, den Finger immer wieder zur Repeat-Taste schnellen zu lassen. Würde man diesem Verlangen jedoch nachkommen, käme man mit “Back From The Dead” jedoch nie zu einem Ende, diesen Wunsch löst nämlich beinahe jeder Track auf dem Werk aus, sodass man sich fast fragen muss, ob ADLER vielleicht beschwörende Botschaften in die Titel eingearbeitet haben, die erst durch Rückwärts-Abspielen in x-facher Geschwindigkeit erkennbar sind und den Hörer umgehend süchtig machen sollen. Falls das der Plan war: Glückwunsch, ADLER, Mission ist geglückt!

Glücklicherweise - wie man aufgrund des Suchtpotenzials fast schon sagen muss - ist “Back From The Dead” nicht durchgehend genial und gönnt dem Hörer so auch die ein oder andere Verschnaufpause. So liegen ADLER z.B. Balladen wie “Just Don't Ask” und “Waterfall” oder generell sanftere, langsamere Parts durchaus auch, doch die Stärke der Band liegt eindeutig bei den flotteren, schwungvolleren Songs. Auch muss man sagen, dass der ein oder andere Refrain doch etwas zu poppig kalkuliert wirkt und etwas vorhersehbar ist, dies bleiben jedoch zum Glück Einzefälle. Im Übrigen ist “Back From The Dead” sehr empfehlenswert und Fans von modernerem Rock auf jeden Fall ans Herz zu legen!


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