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Santa Muerte Live Tapes

Artikel veröffentlicht am 02.10.2012 | 2479 mal gelesen

Nicht gerade wenigen Bands, die im Mainstream (oder was man dafür hält) angekommen sind, ihre frühere Durchschlagskraft oder die Integrität verloren zu haben. Dass das zumeist einfach nur irrationale Aversionen sind, weil die Lieblingsband jetzt von mehr Leuten abgefeiert wird oder man dem Künstler den Erfolg nicht gönnt, ist ebenso bekannt. Eine dieser Bands, die sich mit derlei Vorwürfen herumschlagen muss, sind die BROILERS.

Die Düsseldorfer haben sich, seit ihrer Gründung im Jahr 1996, ihren aktuellen Status hart erarbeitet und nicht nur konstant gute Platten veröffentlicht, sondern vor allem auf dem Live-Sektor nichts anbrennen lassen. Den vorläufigen Höhepunkt markierte dabei das aktuelle Studioalbum “Santa Muerte”, das auf Platz drei der deutschen Charts einstieg. Dass für die folgende Tour größere Hallen gebucht werden mussten, liegt auf der Hand und der Zulauf war derart groß, dass die Tour verlängert wurde. Dass ein solcher Erfolg auch viele Kritiker auf den Plan ruft, liegt ebenfalls auf der Hand.
Wer den BROILERS aber nun vorwirft, die Szene verraten und an Intensität verloren zu haben, verschließt dabei die Augen vor der Realität.

Die heißt momentan “Santa Muerte Live Tapes” und präsentiert eine Band, die noch lange nicht genug hat. Mitgeschnitten in Bremen, Dortmund und Leipzig konserviert das Livealbum perfekt die Stimmung eines BROILERS-Konzerts. Die Düsseldorfer stürmen auf die Bühne, rocken selbige in Grund und Boden und zeigen allen Kritikern, dass sie sich selbst über all die Jahre treu geblieben sind. Schon beim Intro sind die Fans voll da und singen die Melodie des folgenden “Zurück zum Beton” in ohrenbetäubender Lautstärke mit, so dass die Band nur mit einem (hörbaren) Grinsen im Gesicht die Bretter entern muss und den Fans ein ‘Best Of’-Programm, das keine Wünsche offen lässt, kredenzt. Das ist zwar bei 31 Songs nicht wirklich eine Kunst, aber die Hitdichte, welche die BROILERS auffahren, ist schon beeindruckend. Egal, ob alte Hits wie “In 80 Tagen um die Welt” oder aktuelle Nummern wie “Harter Weg (Go!)” gespielt werden, die Düsseldorfer bieten ihren Fans die komplette Bandbreite des BROILERS-Sounds.
Aber was macht die BROILERS so interessant? Es ist die Mischung aus Soul-, Punk- und Ska-Elementen, die immer mehr Fans in ihren Bann zieht. Jeder Song ein Ohrwurm. Mal locker, mal rockig, manchmal auch melancholisch, aber immer mit Herzblut vorgetragen. Hinzu kommt, dass Sänger Sammy Amara eine sehr charismatische Stimme besitzt und das Publikum zu jeder Zeit fest in der Hand hat. Überhaupt gehen Band und Publikum eine fast greifbare Symbiose ein, die Lust macht, sofort selbst auf ein Konzert der Band zu gehen oder Musik zu machen. Das schaffen nur ganz, ganz wenige Bands mit einem Live-Album.

Die BROILERS haben es geschafft und mit “Santa Muerte Live Tapes” einen Klassiker im Bandkontext veröffentlicht – vielleicht sogar das beste deutschsprachige Livealbum überhaupt im Rockbereich. Die Intensität und der Spaß mit der die Band ihre Show bestreitet, das Zusammenspiel mit dem Publikum und die gute Produktion (man hat wirklich das Gefühl selbst irgendwo im Publikum zu stehen) machen dieses Album für Freunde deutschsprachiger Rockmusik essentiell.


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