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CD-Review

Five Fingers - One Fist (EP)

Artikel veröffentlicht am 16.01.2007 | 2613 mal gelesen

Neulich im Schnellfressladen an der Kreuzung:
„So, Leute! Ich bin extra von der Konkurrenz rübergekommen, um hier den BURNING HAM zu kriegen… die wollten mich da mit Big Mäc und Hamburger Royal TS zuschmeißen.
Aber das ist nicht das, was ich gerne hätte! Wollten mich mit ihren Chicken McNuggets 20 Stück abspeisen… aber denkste…
Mal gucken… Triple Whopper… Double Cheeseburger, nee auch nich’… Mist, wo isses denn nu? Werde doch nicht zu KFC gondeln müssen… hmmm… Big King XXL… ja, wo ist denn nu’ der Ham? Ah! Da! Ham & Cheese Bagel…NEIN! Scheiße, langsam hab ich die Schnauze voll!“

Tja, da hat der Gute an der ganz falschen Stelle gesucht. Wundern sollte man sich aber nicht, wenn man seine Mucke als Flesh Rock und die Band HAM benennt.
„Five Fingers- One Fist“ (toll, ich finde es nicht gut, dass die Jungs aus dem Sägewerk hier wieder diskriminiert werden) ist nicht beim Amerikaner umme Ecke, sondern gleich auf der HP des Fünfers für 4 € zu beziehen.
Und anstatt Brötchen, Sauce, Salat, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Ketchup, Rind und abschließendem Brötchen gibt es auf den Burger, dass es kracht.

Zunächst meint man, nen flotten englischsprachigen TOTEN HOSEN-Track mit treibendem Drumming und wesentlich mehr Spielfreude vor den Latz geballert zu bekommen.
Doch der Opener beweist einen ungeheuren Spaßfaktor, der so was wie „Pushed Again“ schnellstens links außen überholt und nicht nur mit gesünderer Abwechslung, sondern auch im Vergleich angenehmerer sprich größerer Härte aufwarten kann.
Dazu kommen ein klischeefreies Solo und ein über die ganze Länge hinweg fein pumpender Bass. Kurz gesagt: Der brutzelnde Schinken bockt schon von Anfang an und das trotz der leichten (aber unverkennbar) kommerziellen Ausrichtung.
Nummer zwei geht dann ein wenig in die Klopfschnitzel- (will sagen BEATSTEAKS-)Ecke,
kommt dabei mit einem rockig-relaxten Einschlag daher und macht fast soviel Laune wie der Vorgänger.
Zwar besitzt der folgende, rhythmisch recht interessant gestaltete Titeltrack einen nicht ganz so geschmeidigen Refrain, entpuppt sich aber als noch metallischer. Wieder trifft verschlepptes Doppelbassgetrommel auf gesunde Riffs und ne Riesenportion Spaß.
Das vierte und fünfte Gerät sind auch nicht zu verachten, auch wenn die hohe Eingängigkeit und Songwriting-Güte der ersten beiden Songs nicht mehr ganz erreicht werden.
Dennoch ist die Platte, die eben auch stark auf Airplay schielt, in der beneidenswerten Lage, sich aus dem Morast der Veröffentlichungen mit einem saugenden Schmatzen zu befreien.

Einziger Werwolftropfen: Der leicht gequält wirkende Sänger, der hin und wieder an seine Grenzen stößt, ein wenig bemüht erscheint und an einer satten Tieätsch-Schwäche leidet.
Dabei gerät er aber nicht zu einer tatsächlichen Heimsuchung, passt seine Vokalakrobatik ansonsten nämlich recht gut zur alternativ bestäubten Mucke, die stets mit großer Spielfreude vorgetragen wird.

Alle Finger hoch für den krossen Schinken! Macht den hoffentlich bald folgenden Longplayer auch schön lecker!


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