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Solution.45

SOLUTION.45, die Melodic Death-/Modern-Metaller um ex-SCAR SYMMETRY-Fronter Christian Älvestam,...
CD-Review

Self 2.0

Artikel veröffentlicht am 21.10.2012 | 2056 mal gelesen

Dass sich Christian Älvestam, Frontmann von MISERATION, UNMOORED und TORCHBEARER, nicht auf seine kraftvollen Growls limitieren lässt, bewies und beweist er immer wieder auch als Sänger der ersten drei Alben von SCAR SYMMETRY und dem vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum von SOLUTION.45: Neben abgrundtiefen Growls hinterlässt Älvestam mit seinem imposanten Klargesang immer wieder einen bleibenden Eindruck und drückt vielen Alben (s)eine einzigartige Note auf. Seine stimmliche Bandbreite findet aber nicht nur im Metal-Genre statt, sondern darüberhinaus auch in anderen Projekten. So kooperierte Älvestam unlängst sehr erfolgreich für einen Song ("Now And Forever") mit Trance DJ und Produzent Henrik B und geht mit "Self 2.0" noch einen Schritt weiter.

Mit "Self 2.0" offenbart der charismatische Schwede einen Einblick in das persönliche Geschmacksrepertoire, das irgendwo zwischen THE CURE und A-HA verwurzelt zu sein scheint, und sich als Reminiszenz am großen Pop der Achtziger versteht. Neben Songs wie "Once Adreamed" oder "Origins", die durch wunderbar platzierte Saxofon-Soli mit einen melancholischen Charme überzeugen, enthält "Self 2.0" auch eine Nummer ("Time To Let Go"), die sehr ausgeprägt an REO SPEEDWAGON erinnert, während das sphärische "The Unforsaken" auf einer nahezu ohrwurmartigen Keyboard-Melodie basiert und letztendlich sehr ruhig mit "En Knippa Ljung" endet. Eine großartige Gelegenheit, den Herrn auch einmal in seiner Muttersprache singen zu hören.

Christian Älvestam ist und bleibt ein vielseitiger Ausnahmesänger, der auch genreübergreifend immer wieder überzeugt: "Self 2.0" ist eine Huldigung an die großartigen Achtziger, und auch eine Huldigung an den Klargesang Älvestams. Wer damit Probleme hat oder die Begeisterung für die Achtziger nicht teilen kann, wird mit "Self 2.0" garantiert nicht glücklich. Wer aber über den Tellerrand schauen mag und eine gewisse Affinität zu gut arrangierten Pop-Songs aufweist, der sollte sich diese EP nicht entgehen lassen.


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