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CD-Review

The Unattractive Revolution

Artikel veröffentlicht am 07.12.2007 | 2884 mal gelesen Als sich im Januar 2006 Sänger Dave Leppard das Leben nahm, wollten die schwedischen Sleaze-Rocker CRASHDIET eigentlich das Handtuch werfen. Doch ausgerechnet Daves Mutter ermutigte sie, doch weiterzumachen. So suchte man einen neuen Shouter und fand ihn im Finnen Olliver Twisted.
Jetzt liegt mir die neue Scheibe "The Unattractive Revolution" vor, bei der sogar Mick Mars von MÖTLEY CRÜE mitwirkt.

"In The Raw" knallt erstmal mit solcher Power aus den Boxen, dass ich überrascht aufblicke. Von wegen Sleaze-Rock. Heavy Rock, der sich an härteren W.A.S.P.-Stücken oder LORDI orientiert ist hier die Devise. Kräftige und trotzdem eingängige Riffs, eine anpeitschende Rhythmustruppe und rauher, ausdrucksstarker Gesang. Dazu ein Mitgröhlrefrain, der sicherlich kein Hardrock-Mundwerk kalt lässt.
Mit Schlagzeug und Bassline wird "Like A Sin" eingeleutet und die Rhythmusfraktion bleibt auch im Vordergrund. Die Gitarre kümmert sich um die Hintergrundmelodie und die Führung der Gesangshook. Vom Refrain kann dieser Song nicht so überzeugen, dagegen aber durch die Instrumentalleistung.
Mit schöner Akustikmelodie beginnt die Halbballade "Falling Rain". Diesmal wird gesteigerter Wert auf einen harmonischen Aufbau gelegt, der zu einem choralen Höhepunkt steuert. Olliver Twisted überzeugt trotz des rauhen Untertons durch ein außergewöhnliches Timbre.
"I Don´t Care" ist eines der beiden Stücke, bei denen Mick Mars mitwirkt. Es fetzt gut voran, Melodie und Refrain gehen ins Ohr und alle beteiligten Musiker können sich auszeichnen.
"Die Another Day" startet mit einer spacigen Synthie-Einleitung, bevor die Gitarren und Rhythmusinstrumente die Direktion an sich reißen. Der Song entwickelt sich dann wieder zu einem astreinen Heavy-Rocker mit leichten Anleihen bei SKID ROW und einem genialen Mitsing-Refrain.

Das zweite Stück, bei dem Mick Mars beteiligt ist, ist die Ballade "Alone". Instrumental dominierend ist größtenteils eine interessante Bassline, nur beim Refrain spielen sich Gitarre und Keyboard in den Vordergrund, um den gesanglichen Höhepunkt herauszukristallisieren.
Vom Gitarrenspiel und der teils hektischen Stimmung erinnert mich "Thrill Me" teilweise an ältere Stücke von RAVEN. Es kommt als interessanter Kontrast zu den bisher sehr harmonischen Tracks, fällt aber qualitativ etwas ab.
Ein sehr melodisches Riff zieht sich wie ein roter Faden durch "Overnight" und verpasst dem Song auch seine besondere Note. Wie in etlichen Stücken zuvor, steckt das absolute Highlight des Tracks aber im starken Refrain.
Bei "XTC Overdrive" ist dann wieder die fetzige Stimmung maßgebend. Trotzdem wird eine sehr gelungene Hookline aufgebaut und Twisted kann mit seiner außergewöhlichen Stimme den Höhepunkt markieren.
"Bound To Be Enslaved" ist eigentlich der einzige Song, der so ein bisschen an mir vorbeirauscht, ohne das großartige Eindrücke hängen bleiben. Natürlich wird auch hier ein harmonischer Chorus präsentiert, aber so richtig zünden will das Teil einfach nicht.
Dagegen wird "The Buried Song" gleichermaßen wuchtig wie komlex aufgebaut. Es wird ein bisschen mit Breaks und Arrangements experimentiert. Der Track geht bei weitem nicht so einfach ins Gehör wie die Gesamtheit dieses Albums, hat aber dennoch seinen eigenen Reiz.

Ich finde, man muss nicht immer Vergleiche zu anderen Bands suchen. CRASHDIET haben schon einen eigenen Hardrock-Stil, der mitreißt. Olliver Twisted hat ein schwieriges Erbe übernommen und kann dieses eindrucksvoll meistern. Seine Stimme ist rauher als Leppards, und er versucht glücklicherweise erst gar nicht, diesen zu kopieren, sondern drückt den Songs seinen eigenen Stempel auf.

Zusammen mit ihren Landsmännern von HARDCORE SUPERSTARS halten CRASHDIET in hervorragender Manier die Fahne des Glam Rock, des Sleaze Rock, des Hard Rock hoch. Nach ihrem starken Debut liefern sie mit "The Unattractive Revolution" bereits die zweite Hammer-Scheibe ab. Bleibt nur zu sagen: Weiter so!!
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