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CD-Review

The Chainsaw Chronicles

Artikel veröffentlicht am 20.11.2011 | 1063 mal gelesen

Das 2009er Debütalbum "The Chainsaw Chronicles" der Würzburger Horror-Punk-Band DEAD UNITED sollte zwar laut Presseinfo eigentlich "passend zu Halloween" als digitales Re-Release wiederveröffentlicht werden, diese selbstgegebene Deadline hat man allerdings mit Anfang November knapp verfehlt ... na ja, macht ja nichts. Rocken tut's ja trotzdem und in den nebelig-kalten Tagen des Novembers sollten die Songs, die sich allesamt rund um Zombies, Mumien und Slasherfilm-Killer drehen, ihre Wirkung auch nicht verlieren. Passt also alles irgendwie.

Mit jeder Menge schwarzem Humor hat man sich im Hause DEAD UNITED auf jeden Fall bewaffnet, als man 2009 nach der EP "3D Audio Horror" (2005) eben dieses Debüt veröffentlichte, vor den Aufnahmen nochmal vernünftig die alten MISFITS-Scheiben durchgehört und die eine oder andere Testosteronspritze hat kommen lassen. So ist dann "The Chainsaw Chronicles" ein Album, das neben - wer hätt's gedacht - den MISFITS auch andere frühe amerikanische Punk-Bands wie die RAMONES als Einfluss nennen darf und obendrein ein bisschen Rockabilly-Charme geatmet hat. Dazu eben die witzigen Horrortexte und -zwischenspiele (witzig, wenn man über ein bisschen schwarzen Humor verfügt) wie zum Beispiel in "Zombie Radio" (dessen Textzeile "Zombie warning on the radio" übrigens auch schwer aus dem Kopf zu bekommen ist) oder "Tentacles" ("Tentacles, tentacles playing twister with my testicles") und fertig ist das sehr erdige Horror-Punk-Album. Das kommt dann zusätzlich auch noch mit einigen echt coolen Ohrwurmrefrains (der Opener "Underworld Cats", das bereits angesprochene "Zombie Radio" oder das flotte "Braineaters") und einem Sound, der sich tief vor der alten Schule verneigt.

"The Chainsaw Chronicles" ist keine neue Offenbarung des Genres und bringt sicherlich auch nicht allzu viel Neues - aber es rockt und macht Spaß. Über den Sinn eines digitalen Re-Releases nach nur zwei Jahren kann man natürlich streiten (die ebenfalls wiederveröffentlichte Selfmade-EP von 2005 sollte da interessanter sein) und so brauchen sich Leute, die das Album schon im Regal stehen haben wohl auch nicht nochmal bemühen ... alle anderen Fans dieses Genres dürfen zuschlagen, seien aber gewarnt, dass das Horror-Punk-Rad auch von DEAD UNITED nicht neu erfunden wird.


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