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CD-Review

Wir Waren Immer So

Artikel veröffentlicht am 23.10.2011 | 1981 mal gelesen

Nachdem sich bereits MATT ROEHR mit seinem aktuellen Album "Blitz & Donner" auf seine Vergangenheit berufen hat und dort weitermacht, wo seine Ex-Band, die BÖHSEn ONKELZ, einen Schlussstrich gezogen hat, FREI.WILD weiterhin ordentlich abräumen und auch die KNEIPENTERRORISTEN unbeirrt ihren Weg gehen und damit große Erfolge haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine entsprechende Antwort aus einem weiteren Nachbarland folgt.

Christian Urban (Gesang), Thomas Krampl (Gitarre), Fritz Bleyer (Bass) und Peter "Peko" Korinek (Schlagzeug) sind DIE VERLORENEN SÖHNE aus Wien, die sich nach nur einem Album ("Gottes Schwert", 1997) und mittlerweile gut zehn Jahren Pause wiedergefunden haben, um ein Stück des großen Deutschrock-Kuchens abzubekommen. Dazu haben die Herren zehn neue Songs und eine FALCO-Nummer ("Nie Mehr Schule") eingepackt und unter dem Titel "Wir Waren Immer So" auf ein rundes Stück Plastik gebannt, das jetzt in meinem CD-Player rotiert.

Der Opener und Titelsong dröhnt auch ordentlich aus den Boxen, dreckig und druckvoll werden genau diejenigen bedient, die sich von den bereits erwähnten Bands angesprochen fühlen und auch sonst einfach nicht genug von der Suche nach Wahrheiten und dem Ausloten der dunklen Seiten des Daseins bekommen. Wie das Leben so spielt. Zur Auflockerung gibt es zwischendurch auch zwei Balladen ("So Viele Fragen", "Ein Schrei In der Leere"), aber über Albumlänge ermüdet das Liedgut durch Mittelmäßigkeit und einer zu offensichtlichen Anbiederung an die Originale.

"Wir Waren Immer So" ist kein wirklich schlechtes Album, aber leider auch keine Offenbarung. Zu banal sind die Songs, mit zu wenig oder eigentlich gar keinen Überraschungen, so dass nur beinharte Deutschrock-Fans den Drang haben dürften, sich diesen Longplayer nicht entgehen zu lassen.


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