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CD-Review

Dirty Habit (EP)

Artikel veröffentlicht am 20.09.2012 | 570 mal gelesen

Mit einer selbstbetitelten EP, die drei brandneue Nummern enthält, präsentiert sich das in Britannien scheinbar bereits einigermaßen bekannte Trio DIRTY HABIT auf internationalem Parkett. Keine schlechte Idee, um sich zu präsentieren und im Nachhinein zu sondieren - mit knapp mehr als zehn Minuten Spieldauer aber auch nicht gerade üppig.

Aber egal, denn zumindest wird sofort klar, dass sich diese Formation aus Manchester dem traditionellen Rock mit Arschtritt-Faktor verschrieben hat. Zudem sagt sie von sich selbst, dass seit ihrem Neuzugang am Schlagzeug noch mehr Punch von ihnen zu erwarten ist. Keine Ahnung, wie die Band davor geklungen hat, Fakt ist jedoch, dass Neo-Mitglied Toby amtlich die Kessel rührt und die drei Songs nicht zuletzt dadurch auch ganz ordentlich rocken.

Womit wir aber auch die "Problemzone" dieser Formation bereits ans Tageslicht befördert hätten, denn wirklich zünden können die Titel bei allem Punch nicht. Der Opener "Rock And Roll Victim" klingt zwar ganz nett, hinterlässt aber dennoch irgendwie den Eindruck, man hätte vergessen, die Handbremse zu lösen. Noch weniger ansprechen kann mich "Done And Over", das leider nicht wirklich rockt, sondern eher unausgereift klingt und daran denken lässt, wie es wohl klingen könnte, wenn eine Indie Rock-Band plötzlich einen auf Hardrock machen will.

Immerhin rettet "Backstage Pass" die Band, denn dieses, von gelungenen Tempowechsel geprägte Stück beendet die Vorstellung durchaus ordentlich. Feine Sache. Zudem ist festzuhalten, dass Sängerin Jo, die für mich wie eine Mischung aus einer "handzahmen" Kim McAuliffe (GIRLSCHOOL) und JOAN JETT klingt, eine weitere überaus positive Erscheinung dieser EP darstellt.

Durch die prägnante Röhre ihrer Frontlady, die auch die dicken Saiten bedient, haben DIRTY HABIT nämlich bereits ein echtes Erkennungsmerkmal am Start, was ja auch nicht übel ist. Dennoch sei angemerkt, dass die beiden anderen Songs zwar okay sind und auch solide vorgetragen werden, das gewisse "Etwas" jedoch noch vermissen lassen.


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