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CD-Review

Borgofondo

Artikel veröffentlicht am 03.09.2012 | 1274 mal gelesen

Diese "Zyklopen-Art" stammt aus Italien und nennt drei Köpfe und sechs Beine ihr Eigen. Zudem muss erwähnt werden, dass sich die offenbar nach jenen mythologischen Figuren benannten drei Italiener generell als sehr historisch bewandert erweisen, auch wenn sich das vorwiegend erst auf die Zeit nach 1969 bezieht.

Der Dreier kredenzt nämlich eine sehr solide vorgetragene Version von deftigem Rock, der auf der einen Seite jede Menge an Inspirationsquellen der heftigeren, aber dennoch felsenfest im Blues verankerten Formationen aus jener Epoche (LED ZEPPELIN und BLACK SABBATH sind obligatorisch, aber auch CREAM oder BLUE CHEER dürften den Burschen nicht unbekannt sein) beinhaltet, sehr wohl aber auch eher "zeitgemäße", dezent psychedelische Klänge, die wiederum auch Namen wie CATHEDRAL oder WITCHCRAFT als Vergleiche zulassen.

Angeführt von Gitarrist und Sänger Christian Draghi entführen uns DOCTOR CYCLOPS, die übrigens seit 2008 existieren und als bisherige Karriere-Hightlights wohl die Veröffentlichung ihrer Debüt-EP "The Flying Machines Burning", den Umstand ihren Track "Silver Serpent" als Teil des Soundtracks für einen Film mit dem Titel "Megiddo: The Omega Code" platziert haben zu können und diverse Konzerte als Opener für FIREBIRD oder auch BLOOD CEREMONY bestritten haben, auf eine feine, unterhaltsame Zeitreise.

Diese bringt uns, wie schon kurz erwähnt, zunächst in die "Urzeit" der Rockmusik, ebenso aber auch in die (Retro-)Gegenwart, wobei unbedingt auch noch hinzugefügt werden muss, dass "Borgofondo" selbst in den eher jam-artigen Passagen zu keiner Sekunde der rote Faden abhanden gekommen ist, sondern sehr wohl Homogenität das Geschehen beherrscht.

Zwar lassen die Longtracks ein klein wenig an Spannung vermissen, da man sich in den langsamen Passagen fast schon zu eindeutig an den frühen BLACK SABBATH und anderen (späteren Doom- Konsorten) orientiert, durch den Umstand, dass die Italiener aber sehr wohl wissen, wie man derlei Sounds durch knackigen 70er Jahre-Hardrock griffiger und pfiffiger gestaltet, sei der Zielgruppe auf jeden Fall ein Test ans Herz gelegt.


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