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CD-Review

End Of September

Artikel veröffentlicht am 06.05.2012 | 1490 mal gelesen

Moderne, alternative Rockmusik mit starker Metal-Schlagseite und einer starken weiblichen Sängerin - klar, dass hier sofort Vergleiche mit EVANESCENCE laut werden. Und dass man sich in deren Fahrwasser ganz hervorragend einrichten und ziemlich starke Songs schreiben kann, haben nicht zuletzt die Schweden ALL ENDS bewiesen. Im Gegensatz zu diesen geht ihren Landsleuten END OF SEPTEMBER jedoch komplett die Eigenständigkeit ab. So muss man sich ernsthaft fragen, wer dieses selbstbetitelte Debütalbum eigentlich brauchen sollte, wo es doch bereits genügend starke EVANESCENCE-Alben gibt?

Das Songwriting von Bandchef Erik Tordsson ist so vorhersehbar wie geradlinig. Da findet man nichts in den neun Stücken, was dauerhaft hängenbleiben oder ihnen gar einen eigenständigen Charakter verleihen könnte. Schon das reine Auseinanderhalten bereitet große Mühe. Erschwerend kommt hinzu, dass die Instrumentalfraktion dermaßen lustlos zu Werke geht, als habe man nur möglichst schnell rein mechanisch seine Parts auf Band bringen wollen. Besonders die Rhythmusfraktion rauscht ohne jeden Groove am Zuhörer vorbei.

Einziger Lichtblick bei END OF SEPTEMBER ist Frontfrau Elin Redin. Diese klingt zwar stark nach dem offensichtlichen Vorbild Amy Lee, bringt aber sowohl eine eigenständige Note als auch die technischen Fähigkeiten mit, um im direkten Vergleich bestehen zu können. Die punktuell eingesetzten männlichen Growls können dagegen nicht bestehen und gehen im Gesamtsound völlig unter, was dem Gesamteindruck aber eher gut tut als schadet.


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