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CD-Review

Adrenalin

Artikel veröffentlicht am 22.06.2012 | 950 mal gelesen

Oldschool Punkrock aus NRW á la BETONTOD und FAHNENFLUCHT - was will man mehr. Nach der ersten EP "Schluss Mit Lustig" und dem Debütalbum "Jede Sekunde Zählt" 2009 nun das zweite Album "Adrenalin". Das Besondere daran: Das neue Album erscheint unter dem BETONTODeigenen Label Better Than Hell!

Schon der erste Song "Adrenalin" geht gut nach vorn, die Beine fangen an zu kribbeln, die Spannung steigt, ob das Niveau so gehalten werden kann – und ja, es kann. "1000 Worte" hat sogar noch einen Ticken mehr Spaßfaktor, obwohl die Thematik alles andere als lustig ist, aber wer jetzt noch sitzt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Absolut Laune macht auch "Weiter Gehen", das etwas an die "Bro Hymn" von PENNYWISE erinnert – Faust nach oben und ab dafür. Etwas langsamer und mehr nach Deutschrock klingen "Für Dich", "Kuss" und "Die Besten", wobei letztere etwas unangenehm an "Proll-Rock" erinnern. Intellektuell gesehen ist nach gesellschaftskritischen Songs wie "Ich Hab Es Satt" mit "Auf Dein Wohl" ein unverhoffter Tiefpunkt erreicht - allerdings kann man dem Refrain "Und wir trinken auf dein Wohl – Alkohol!" nicht seine potentielle Qualität als nächtliche Trinkhymne absprechen – und schließlich muss ja für jeden, jede Uhrzeit und jeden Zustand etwas dabei sein. Punkiger wird es wieder gegen Ende mit "Nichts Zu Verlieren" und "Traumata", politischer mit "Stück Für Stück" und mit "Feuerrot" als Abschluss sogar recht ruhig, nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll. Neben der angenehmen Tatsache, dass hier rein musikalisch stupides Punkgeknüppel keinen Platz hat, muss auch die Stimme von Sänger Benny Götzken postitv hervorgehoben werden: Zwar rau und kratzig und bestimmt durchaus fähig, den ein oder anderen Wahlproletarierchor anzuführen, aber glücklicherweise geht die Antihaltung nur gegen alles, was im eigenen Leben und der Gesellschaft falsch läuft und nicht gegen Melodien, was die Sache abrundet und die Songs auch im nüchternen Zustand mitsingbar macht. Dass er nicht nur hart und geradlinig, sondern auch ruhig kann, zeigt er zum Abschluss, ohne dabei unglaubhaft oder verstellt zu wirken.

Den Jungs ist mit "Adrenalin" eine wirklich schöne, gut gemischte Platte gelungen, in die auf jeden Fall reingehört werden sollte wenn das Herz für guten alten deutschen Punkrock schlägt. Der werte Leser ist damit zu Konsum und aktiver Umverteilung seines Geldes aufgerufen!


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