Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Der große Festivalbericht vom Rock im Park 2014 in Nürnberg Live-Review

Rock im Park

Circle Pits in der Gluthitze Vier Tage, drei Bühnen, und ein gigantisches Line-Up aus neunzig...
Der Festivalbericht vom Rock Am Ring 2014 Live-Review

Rock am Ring

ROCK AM RING 2014! Vier Tage tolle Bands, strahlender Sonnenschein und gut gelaunte Menschen....
Veröffentlichen Lyricvideo zu news

Rise Against

Die US-amerikanische Melodic-Hardcore-/Punk-Rock-Band RISE AGAINST hat vor kurzem erst die...
neues Album am 15. Juli news

Pennywise

Die Punklegenden aus dem Süden Kaliforniens haben für den 15. Juli ihr insgesamt elftes...
Spielzeiten online news

Rock am Ring/Rock im...

Nun kann die Feinplanung endlich losgehen. Hier findet ihr die finalen Spielpläne für ROCK AM...
CD-Review

Adrenalin

Artikel veröffentlicht am 22.06.2012 | 1152 mal gelesen

Oldschool Punkrock aus NRW á la BETONTOD und FAHNENFLUCHT - was will man mehr. Nach der ersten EP "Schluss Mit Lustig" und dem Debütalbum "Jede Sekunde Zählt" 2009 nun das zweite Album "Adrenalin". Das Besondere daran: Das neue Album erscheint unter dem BETONTODeigenen Label Better Than Hell!

Schon der erste Song "Adrenalin" geht gut nach vorn, die Beine fangen an zu kribbeln, die Spannung steigt, ob das Niveau so gehalten werden kann – und ja, es kann. "1000 Worte" hat sogar noch einen Ticken mehr Spaßfaktor, obwohl die Thematik alles andere als lustig ist, aber wer jetzt noch sitzt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Absolut Laune macht auch "Weiter Gehen", das etwas an die "Bro Hymn" von PENNYWISE erinnert – Faust nach oben und ab dafür. Etwas langsamer und mehr nach Deutschrock klingen "Für Dich", "Kuss" und "Die Besten", wobei letztere etwas unangenehm an "Proll-Rock" erinnern. Intellektuell gesehen ist nach gesellschaftskritischen Songs wie "Ich Hab Es Satt" mit "Auf Dein Wohl" ein unverhoffter Tiefpunkt erreicht - allerdings kann man dem Refrain "Und wir trinken auf dein Wohl – Alkohol!" nicht seine potentielle Qualität als nächtliche Trinkhymne absprechen – und schließlich muss ja für jeden, jede Uhrzeit und jeden Zustand etwas dabei sein. Punkiger wird es wieder gegen Ende mit "Nichts Zu Verlieren" und "Traumata", politischer mit "Stück Für Stück" und mit "Feuerrot" als Abschluss sogar recht ruhig, nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll. Neben der angenehmen Tatsache, dass hier rein musikalisch stupides Punkgeknüppel keinen Platz hat, muss auch die Stimme von Sänger Benny Götzken postitv hervorgehoben werden: Zwar rau und kratzig und bestimmt durchaus fähig, den ein oder anderen Wahlproletarierchor anzuführen, aber glücklicherweise geht die Antihaltung nur gegen alles, was im eigenen Leben und der Gesellschaft falsch läuft und nicht gegen Melodien, was die Sache abrundet und die Songs auch im nüchternen Zustand mitsingbar macht. Dass er nicht nur hart und geradlinig, sondern auch ruhig kann, zeigt er zum Abschluss, ohne dabei unglaubhaft oder verstellt zu wirken.

Den Jungs ist mit "Adrenalin" eine wirklich schöne, gut gemischte Platte gelungen, in die auf jeden Fall reingehört werden sollte wenn das Herz für guten alten deutschen Punkrock schlägt. Der werte Leser ist damit zu Konsum und aktiver Umverteilung seines Geldes aufgerufen!


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: