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CD-Review

Full Circle

Artikel veröffentlicht am 23.02.2013 | 927 mal gelesen

Nachdem sich MAHOGANY RUSH im Jahre 1970 gegründet hatten, wurde schnell klar, wer in der Band des Zepter in den Händen hielt und die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zog: FRANK MARINO, der sich mit seinem an JIMI HENDRIX und Santana orientiertem Gitarrenstil auf der Bühne schnell einen Namen machen konnte. Bis heute gilt Marino als herausragender Gitarrist und dennoch erlangte er außerhalb seiner Heimat Kanada nie große Bekanntheit und erntete nie den Erfolg, den er wohl verdient hätte.

Woran das liegt? Schwer zu sagen, aber ich wage die Hypothese, dass seine Band MAHOGANY RUSH ihm keinesfalls als Karriere-Sprungbrett dienen konnte. So muss ich gestehen, dass mich “Full Circle”, das Album der Band aus dem Jahre 1987, das MIG Music nun neu aufgelegt haben, nur mäßig überzeugt und auch ein noch so genialer Musiker kann ohne gutes Songmaterial, in dem seine Fähigkeiten aufgehen können, nicht von der breiten Masse entdeckt werden.
Geboten wird auf “Full Circle” keinesfalls schlechter, aber doch recht gesichtsloser Rock bis Hard Rock mit leichtem Pop-Appeal, der leider durchschnittlicher kaum sein könnte. Die netten, aber eher seichten, unspektakulären Riffs rauschen größtenteils am Hörer vorbei und hinterlassen wenig Eindruck und Hit-Potenzial hat eigentlich keine der Kompositionen. Der leicht raue, weiche Gesang ist zwar gefühlvoll, jedoch zumeist gleichförmig und vermag es nicht, auf einer ganzen Albumlänge wirklich Akzente zu setzen. Wirklich schön und gelungen sind hingegen die begleitenden Piano-Melodien und zarten Synthie-Einsprengsel, die dem Album eine verträumte und schwärmerische Note verleihen und den ein oder anderen Song regelrecht sphärisch wirken lassen. Auch Frank Marino selbst kann mit seinen hin und wieder eingeflochtenen Gitarrenmelodien und -soli natürlich einige Punkte einfahren, agiert jedoch eher im Hintergrund. Dies ist einerseits zwar sympathisch, weil die Fertigkeiten eines einzelnen Musikers nicht vor das Schaffen der Band gedrängt werden, sondern die Musiker als Einheit zu agieren versuchen, hat die Karriere von Maroni selbst jedoch keinesfalls vorangetrieben.

Sehr vertraut bin ich mit den übrigen Alben der Kombo zwar nicht, doch nach dem Genuss von “Full Circle” wundert es mich wenig, dass Marino in seiner Band nicht die geeignete Plattform gefunden hat, um sich und sein Können weltweit bekannt zu machen. Zwar ist die Platte keinesfalls schlecht und auch die anderen Musiker wissen, mit ihren Instrumenten umzugehen, aber für den internationalen Erfolg reicht das nun mal bei weitem nicht aus. Aus diesem Grunde ist auch das Re-Release von “Full Circle” keinesfalls ein Pflichtkauf.


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