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CD-Review

Power & Volume

Artikel veröffentlicht am 20.02.2013 | 2229 mal gelesen

Wenn man in Donzdorf eine Rockband mit ihrem Debüt vom Fleck weg signt, muss eigentlich Großes dahinterstecken. Tut es im Fall von FREE FALL auch. Das mit Vorschusslorbeeren bis zum Scheitel eingedeckte Quartett aus Stockholm startet auf "Power & Volume" frisch, frank und frei hinaus in eine Musikwelt, in der es eigentlich alles schon mehrfach gegeben hat. Deshalb geben sich FREE FALL auch keine Mühe, das zu verleugnen, sondern orientieren sich ganz offen an ihren Vorbildern - und die sind ganz klar vor allem frühe LED ZEPPELIN, dann weit später AC/DC, und sicher eine Garnison anderer 70er-Kapellen, die man nicht mehr trennscharf als Einfluss nennen kann. Also etwas, was derzeit durchaus als "in" gilt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Retrokapellen verstehen FREE FALL allerdings nicht nur ihr Handwerk, sondern sind zudem überaus versierte Songschreiber. So pendelt "Power & Volume" nicht nur zwischen Kraft und Lautstärke, sondern auch zwischen kernigem Rock 'n Roll (im absolut programmatischen Titelsong, "Midnight Vulture", "Top Of The World" oder dem höllisch eingängigen Mitsinger "Love Bombing"), entspannt swingendem Rock ("Free Fall") und mitunter auch etwas verschrobenem Stoner ("World Domination", "Attila"). Dabei ist die erste Albumhälfte vor allem für die straight nach vorne preschenden und radiotauglichen Rocker reserviert, in der zweiten Halbzeit geben sich FREE FALL dann auch gerne ihrer Verspieltheit hin. Das führt zu so fantastischen Songs wie "Damnation", aber durchaus auch zu eher mittelprächtigen Stücken wie dem nervend düdelnden "Meat".

Grundsätzlich darf man sich nicht täuschen lassen: "Power & Volume" ist auf den ersten Blick ein frisches, begeisterndes Album, bei näherem Hinschauen ähneln sich einige Songs schon extrem, nutzen im Grunde oft nur Bluesstandards und brillieren häufig vor allem durch das enorm charismatische und wandelbare Organ von Sänger Kim Fransson, ohne das FREE FALL nur halb so gut wäre (und das es ohne Robert Plant so nicht gäbe...). Enorm Eindruck macht auch die gelungene Produktion, die modernen Standards entspricht, dabei aber den 70er-Vibe gelungen einfängt.

"Power & Volume" haftet also der typische Debütalbumflair an: Aufbruchstimmung, Spielfreude, Zitieren von Einflüssen, Unbeschwertheit - aber auch eine unterschwellige stilistische Konfusion, ein mieses Artwork und letztlich die Tatsache, dass die Platte nicht die ganzen zehn Tracks hindurch das enorm hohe Einstiegsniveau hält. Trotzdem können FREE FALL immer noch weit mehr, als das so manche ähnlich gelagerte Truppe von sich behauptet. Mal schauen, ob sie das auch die nächsten Jahre hindurch schaffen.


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