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CD-Review

Welcome To The Department Of Nuclear Medicine

Artikel veröffentlicht am 13.10.2012 | 1112 mal gelesen

"Welcome To The Department Of Nuclear Medicine" heißt das Debütalbum der irischen Rockband HOUSE OF DOLLS, und der etwas merkwürdige Titel gibt bereits einen dezenten Hinweis auf die darauf vorherrschende Stilrichtung. Für Frontmann Stephen White ist Nuklearmedizin nicht nur ein Mittel zur Heilung, sondern genauso "a cool way to say "really good drugs"...!" Was vielleicht erklärt, warum der lärmige Rock mit seinen Gitarrenwänden und Soundattacken ebenso hypnotisch und psychedelisch ist.

Zunächst einmal ist HOUSE OF DOLLS eine Band, die den Drive in ihrer Musik aus einem soliden Rockfundament bezieht. Treibendes Schlagzeug, zum Bersten aufgedrehte Gitarren, ein pumpender Bass. Allerdings besteht das Dutzend Songs in erster Linie nicht aus schrammeligen Gitarrenriffs, sondern bezieht seinen Charme aus dem gekonnten Zusammenspiel der hypnotischen Melodien des Gesangs mit den wirklich netten Gitarrenharmonien. Und es gesellt sich eben noch ein psychedelisches Moment hinzu, dadurch dass eine ganze Effektarmada aufgeboten wird: Verfremdeter Gesang, Gitarreneffekte bis zum Abwinken, verhallte, merkwürdig auf- und abschwellende Drums...

Aber, und das kann gar nicht oft genug gesagt werden, "Welcome To The Department Of Nuclear Medicine" hätte nicht diesen Reiz, wenn nicht die Songs so eingängig und im besten Sinne melodisch wären. Ob der straighte Opener "I Thought You Were My Friend", das treibende "Murder Machine" oder das ruhigere "Photograph" – man fragt sich schon, wie es den Iren so leicht gelingt, schöne Harmonien und Melodien zu verbinden und in solch lässige Songs zu verpacken. Weitere Highlights sind das melancholische "Prostitutes", das straight rockende "Light Starts To Fade" und "Ills". Wobei das Album eigentlich überhaupt keinen Durchhänger enthält und bis zum Schluss spannend und vielseitig bleibt. Kurzum – HOUSE OF DOLLS haben mit "Welcome To The Department Of Nuclear Medicine" alles richtig gemacht und ein beeindruckendes Album abgeliefert, bei dem man sich zudem verwundert die Augen reibt, dass dies ein Debütalbum ist. Ohne Frage ist HOUSE OF DOLLS ein Name, den man sich merken sollte.


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