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CD-Review

Speedmachine

Artikel veröffentlicht am 17.05.2011 | 1759 mal gelesen

Ich gebe zu, dass ich erst einmal einen Lachanfall bekommen habe, als ich den Bandnamen KLAUS SCHUBERT’S ROCK BUNNIES las. Was ist das denn bitte für ein klischeehafter Name? Da kann die Musik ja nur mies sein. Ist sie aber nicht und so kann man den Bunnies attestieren, dass sie mit ihrem Debütalbum “Speedmachine” eine solide Hard Rock-Scheibe auf den Markt gebracht haben.

Aber warum nur ‘solide’? Zunächst ist die Musik eine gute Mischung aus dezenten modernen und traditionellen Elementen, die man sich gut anhören kann. Vor allem die Stimme von Lead-Sängerin Tici Westreicher kann über die gesamte Spielzeit überzeugen und ein Ausrufezeichen setzen. Kräftig, aber zugleich auch sehr melodisch und in ihren besten Momenten an Floor Jansen erinnernd, intoniert sie die Songs auf “Speedmachine”. Die Kompositionen selbst decken das bekannte Spektrum des Hard Rock ab, werden von Blues-Einflüssen schön abgerundet und sind dabei mit viel Liebe zum Detail arrangiert worden. Die Produktion ist ebenfalls gelungen und wirkt zu keiner Sekunde überladen, sondern immer zu der Musik passend. Auch hierfür gibt es einen Pluspunkt. Man kann also an Songs wie “Puppet On A String”, “Kill The Lion” oder dem Titeltrack durchaus seine Freude haben und dass die Gruppe Potential hat, hört man der Scheibe auch immer an.

Was mich allerdings stört ist, dass die ROCK BUNNIES viel zu oft dem Fuß vom Gaspedal nehmen und sich in balladeske Gefilde begeben. Das kommt zwar Sängerin  Tici entgegen, die sich bei den Balladen so richtig in Szene setzen kann. Aber eigentlich handelt es sich bei “Speedmachine” ja um ein hartes Rockalbum und durch die vielen ruhigen Momente, wird der Fluss der Scheibe schon ein Stück weit gestört. Von der Warte aus wäre sicherlich mehr drin gewesen, zumal man den Bunnies auch bei den ruhigen Nummern anmerkt wie ambitioniert sie zu Werke gehen. Das belegen auch die Bonustracks, die allesamt aus Livematerial bestehen und zeigen, dass die rockigere Seite der Band – meiner Meinung nach – besser zu Gesicht steht. Man kann sich leicht ausmalen, mit wie viel Power die ROCK BUNNIES auf der Bühne zu Werke gehen und wie viel Spaß sie dort verbreiten.

Hinzu kommt, dass sich die Band wirklich dem Hard Rock der Siebziger und Achtziger verschrieben hat und man trotz der dezenten modernen Elemente, nichts wirklich Neues zu hören bekommt. So fehlt der Band ein wenig das eigene Gesicht und die eigene Note. Deshalb ist „Speedmachine“ ein solides Album, das aber schon bei erstmaligem Hören erkennen lässt, dass die ROCK BUNNIES Potential haben. Wenn die Band es schafft dieses Potential auf dem zweiten Album abzurufen, dürfen die Damen und Herren sich über eine höhere Bewertung freuen.


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