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CD-Review

Reborn

Artikel veröffentlicht am 08.11.2012 | 1885 mal gelesen

Sieh an, sieh an, aus dem vor einigen Jahren noch mit eher poppig-punkigem Material den Mainstream bedienenden Fräulein LAYLA MILOU scheint eine gereifte Dame geworden zu sein. Zumindest lässt sich dieser Rückschluss auf die Musik umsetzen, denn auf ihrem brandneuen Dreher zeigt sich Layla keineswegs als "Pop-Göre“, sondern kredenzt zum Teil durchaus "erwachsene“ Rockmusik, mit der sie zwar wohl nicht wirklich den ganz großen kommerziellen Erfolg in der Teenie-Welt erwarten darf, dafür aber wohl reichlich Respekt einfahren wird können – und das sogar in der "Alt-Herren-Riege“.

Warum? Weil die aktuellen Tracks von Layla wesentlich näher am Melodic Rock anzusiedeln als zuvor und auch deshalb, weil es ihr gelungen ist, ihre relativ dunkle Stimme ideal zum Ausdruck zu bringen und "Reborn“ ein in sich stimmiges Album geworden ist, das mich des Öfteren an jene "Schnittchen“ erinnert, mit denen uns vor langer Zeit in ähnlich Radio-tauglicher Form (wenn auch - auf Grund der Zeit und Technik - stilistisch deutlich unterschiedlich) Ladies wie beispielswiese Joanna DEAN die Ehre erweisen haben, die wohl leider nur noch wenigen "Senioren“ bekannt sein dürfte.

Zwar ist es keineswegs so, dass Layla vergessen hätte, ordentlich Gas zu geben und sich eher in AOR-Gefilde tummeln würde, keineswegs, denn sie weiß durchaus locker-lässigen Rock vom Stapel zu lassen und gibt diesen auch ohne jegliche Berührungsängste zum Besten, dennoch beschleicht den Hörer immer wieder das Gefühl, hier würde die Handbremse gezogen, ehe es richtig losgeht.

Dass die junge Dame gereift und "erwachsen“ geworden ist, steht dennoch außer Frage und zeigt sich für mein Dafürhalten nicht zuletzt in den Gastbeiträgen. Ich meine, Layla ist keine 25 Jahre alt und hätte sich - mit Verlaub – wohl jeden Kerl von Rang und Namen als Gast einladen können, ohne auch nur einen einzigen "Korb" zu erhalten. Doch wen hat die junge Dame zu sich gebeten? Tony Martin (der mit ihr die wunderschöne Ballade "Bloody Valentine“ veredelt) und Paul Di’Anno (der als "Raukehlchen“ dem Stampfer "Your Own Control“ zusätzlich Schmackes verabreicht, aber leider zu sehr in den Hintergrund gemischt wurde) – eine Auswahl, die nicht nur für Geschmack, sondern auch für "Reife“ spricht und zudem Sympathiepunkte einbringt.

Den wohl größten Hitkandidaten gibt es jedoch erst zum Schluss. Ich bin mir ziemlich, dass der Remix, den sich Layla für "Access Denied“ von CLAWFINGER anfertigen hat lassen, jeden Disco-Bunker zum Toben bringen lassen wird und man diesen Track wohl auch bei so manchen Radio-Stationen zum Einsatz kommen lassen wird. Hält man sich vor Augen, dass die junge Dame dadurch auf Augenhöhe mit RAMMSTEIN oder IN EXTREMO ist, darf man wohl in Bälde doch den steilen Aufstieg der LAYLA MILOU beklatschen – auch wenn eben jener "Remix“ meiner bescheidenen Meinung nach doch besser als gesonderte Veröffentlichung auf den Markt hätten kommen dürfen......


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