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CD-Review

Back Where You Belong

Artikel veröffentlicht am 08.08.2012 | 1190 mal gelesen

Auch wenn es diese Formation in den späten 80er Jahren zu mehr als nur beachtlichen Erfolgen gebracht hat, muss ich zugeben, dass dieses Comeback-Album meinen Einstieg in die Welt dieser MARILYNN darstellt. Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass diese Band einst nicht bloß in ihrer Heimat Berlin (wo man die Ehre hatte zusammen mit S.A.D.O. das letzte Konzert überhaupt im damaligen Kult-Laden "Quartier Latin" zu spielen) einen guten Namen innehatte, sondern sich auch auf einem Friedens-Festival in Moskau präsentieren durfte, was ja bei Gott nicht unbedingt an der Tagesordnung stand.

Der große Durchbruch war der Band aber dennoch nicht vergönnt, weshalb eine fast zwanzigjährige Pause die Folge war und es eben erst jetzt die Mucke von MARILYNN auf einem Album zu vernehmen gibt. Doch keine Angst, der Großteil des Materials stammt aus der Frühzeit der Truppe, weshalb sich dieses Werk auch fast als "Zeitreise" entpuppt.

Die Formation selbst sieht und sah sich einst von Bands wie BON JOVI, EUROPE oder TREAT beeinflusst (und sah auch dementsprechend aus, auch wenn man in Nachhinein betrachtet sagen muss, dass die Burschen musikalisch nicht ganz auf deren Augenhöhe waren, zumindest aber mit anderen deutschen Bands jener Zeit wie BONFIRE, VAMP oder VICE durchaus mithalten konnten). Von daher wird es wohl auch speziell jenen Zeitgenossen eine Freude sein sich mit "Back Where You Belong" auseinander zu setzen.

Den Esprit jener Epoche konnte man wunderbar in die Gegenwart transferieren, wobei es eine wirklich gute Idee war darauf zu verzichten mit dem Computer in irgendeiner Form etwas nachzubessern. Den mehr als nur dezenten Hinweis auf dem Cover "100% Authentic Retro Sound of The 80s" trägt dieses Album von daher voll und ganz zu Recht.

So darf man sich nun also an einer wohldosierten Dosis 80er Hardrock/Hairspray Metal/Wie-auch-immer erfreuen, bekommt neben lässigen und zum Mitmachen animierenden Midtempo-Tracks selbstredend auch die für jene Epoche zum Standard-Programm zählenden Balladen geboten und darf sich obendrein als dem Zeitgeist nicht wirklich zugewandter, nicht mehr ganz so jugendlicher Musik-Liebhaber einmal mehr an der These erfreuen, dass früher doch so einiges besser war!


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