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Million Dollar Reload - A Sinner's Saint

Million Dollar Reload

"A Sinner's Saint"
CD-Review, 2227 mal gelesen, 18.07.2012 Wertung 08/10

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CD-Review

Anthems Of A Degeneration

Artikel veröffentlicht am 23.03.2009 | 2358 mal gelesen Das Interesse am klassischen, bluesigen Hard Rock erstarkt in der letzten Zeit wieder unheimlich, was nicht nur die Chartplatzierungen und Ticketverkäufe von AC/DC zeigen, sondern auch alte Weggefährten wie ROSE TATTOO wieder mehr Beachtung seitens der Öffentlichkeit beschert. Da ist es natürlich kein Wunder, wenn Bands nach- und in den Fokus rücken. AIRBOURNE, wie AC/DC und ROSE TATTOO ebenfalls aus Australien, ist eine solche Band. Aber auch in Europa weiß man den Hard Rock mit Blues-Schlagseite zu schätzen.

MILLION DOLLAR RELOAD kommen aus Nordirland und spielen einen Sound, der eher nach den Vereinigten Staaten klingt. Das musikalische Potpourri, das dem Hörer auf “Anthems Of A Degeneration“ geboten wird reicht von AC/DC über alte BON JOVI, ein bisschen GUNS ´N ROSES und MÖTLEY CRÜE bis hin zu Poser Rock der Marke POISON. Wobei die Elemente letzt genannter Richtung sich glücklicherweise dezent im Hintergrund halten und lediglich dafür sorgen, dass die fünfzehn Songs des MILLION DOLLAR RELOAD-Debüts noch ein wenig radiokompatibler daher kommen, als sie es sowieso schon tun.

Die Nordiren geben sich aber nicht mit den typischen Songstrukturen und Ingredienzien (Talk Box und Cowbell dürfen natürlich nicht fehlen) zufrieden, wie man sie von oben genannten Bands kennt. Sie versuchen vielmehr den vorhandenen Bausteinen ihren eigenen Stempel zu verpassen. Dabei heraus kommen Stücke wie “Cold Hard Day“, das sogar ein wenig Southern Rock-Luft atmet. Generell ist Abwechslung ein Wort, welches bei MILLION DOLLAR RELOAD groß geschrieben wird, wobei die Einflüsse der Band zwar heraus zu hören sind, die Iren aber nicht dreisten Diebstahl betreiben. Man hat irgendwie immer das Gefühl, dass gleich “Dr. Feelgood“ mit großem “Appetite For Destruction“ vorbei kommt, um dann festzustellen, dass es doch eigene Riffs und Melodien sind, die man gerade hört. Das zeigen beispielweise der Opener “Give It All“, “Fire Your Guns“ oder auch “Tattoos And Dirty Girls“, die ohne Ende rocken, eigenständig sind, einfach Spaß machen und ihre Einflüsse trotzdem nicht verhehlen.

Die Produktion ist klar und besitzt die nötige Härte, um das Album nicht als Weichspülerscheibe durchgehen zu lassen. Die Gitarren braten ordentlich, Schlagzeug und Bass erzeugen genau den Druck, den die Songs der Band braucht und der Gesang balanciert gekonnt zwischen melodischen und rotzigen Passagen. Die Zutaten auf “Anthems Of A Degeneration“ stimmen einfach. Das fängt bei der guten Produktion an und hört bei den sehr starken Songs der Iren auf. Klar, das Rad erfinden MILLION DOLLAR RELOAD nicht neu. Den Stil, den sie spielen sicherlich auch nicht. Sie machen aber Spaß und klingen frisch. Und das alleine zählt.

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