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CD-Review

Go

Artikel veröffentlicht am 05.07.2012 | 738 mal gelesen

Na, sucht ihr noch nach einem Soundtrack für eure nächste Party? Nach einer Platte, die wunderbar unauffällig im Hintergrund schallt, die nicht zu hart für metalfremde Gäste ist? Dann könnte das fünfte MOTION CITY SOUNDTRACK-Album "Go" genau das richtige für euch sein.

Denn der recht sanftmütige Alternative-Pop-Punk-Rock scheint dafür wie gemacht zu sein. Wahlweise lässt sich zu "Go" wunderbar gedankenlos mit dem Fuß wippen oder in den munteren Momente gar tanzen. MOTION CITY SOUNDTRACK präsentieren sich wie eh und je, ziemlich schmalziger Gesang, muntere aber nicht hektische Rhythmen, ein paar verspielte, aber dem Gesamtsound untergeordnete, Keyboards und eben fröhliche, eher selten harte Gitarren. Ein Rezept, das in der Vergangenheit schon seine Zielgruppe erreicht hat und das auch "Go" vermutlich in diversen Alternative-Schuppen zum Pflichtprogramm werden lässt. Es ist schon fast beängstigend, wie unaufgeregt sich die erste Hälfte des Albums durch seine Spielzeit schlängelt, sieht man vom wirklich merkwürdig lahmen "Son Of A Gun" ab, das die Kitschgrenze weit überschreitet – furchtbar. Aber sonst passiert wenig Bemerkenswertes. Mit "Boxelder" gibt es dann endlich eine Nummer, die als kurzweiliger Ohrwurm durchgeht, auch weil die Melodie recht eingängig ist und die verzerrten Gitarren im Refrain für einen echten Überraschungsmoment sorgen. Richtig gut ist die Nummer. "Happy Anniversary", die sich zwar deutlich nachdenklicher gibt, aber ebenfalls sinnbildlich für die stärkere zweite Hälfte des Albums steht, zeigen sich MOTION CITY SOUNDTRACK hier sogar mal von einer etwas düsteren Seit. Aber das war es dann auch mit wirklich einprägsamen Momenten.

Wie schon gesagt, "Go" funktioniert als Hintergrundbeschallung ganz ordentlich, zieht nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich, nervt nur selten und kann in den besten Momenten sogar kurzzeitig auf die Tanzfläche locken. Wenn das Sinn und Zweck des Albums war, haben sie sich selbst übertroffen. Wirklich eingeprägt haben sich mir aber nur wenige Songs, denn emotional berühren kann mich "Go" in keiner Sekunde. Viel mehr bleibt dann nicht zu sagen: Hintergrundbeschallung für daheim oder bei einem Bierchen im nächstgelegenen Alternative-Club, aber das erfreut sich ja großer Beliebtheit beim musikalischen Nachwuchs.


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