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Mr. Big - The Stories We Could Tell

Mr. Big

"The Stories We Could Tell"
CD-Review, 625 mal gelesen, 28.10.2014 Wertung 07/10

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CD-Review

Live From The Living Room

Artikel veröffentlicht am 20.02.2012 | 1430 mal gelesen

MR. BIG sind seit dem Mega-Hit “To Be With You” als Hausfrauenrockband verschrien. Dieser Ruf haftet ihnen leider noch immer an, denn man denkt in erster Linie ja an den Nummer eins Hit der Band, wenn man über sie spricht. Dass MR. BIG aber aus großartigen Musikern besteht, die technisch und vom Zusammenspiel her über jeden Zweifel erhaben sind, wird ganz gerne vergessen. Auch das neue Akustik-Livealbum “Live From The Living Room” zeigt abermals die musikalische Klasse der Band.

Bewaffnet mit akustischen Gitarren und unterstützt von einem Streichquintett spielten MR. BIG Anfang 2011 einen speziellen Set für das japanische Fernsehen. Hierfür wurden einige Songs der Band neu arrangiert und den Gegebenheiten angepasst. Dabei verwenden Billy Sheehan und Paul Gilbert nicht ausschließlich akustische Instrumente, sondern greifen beispielsweise bei “Nobody Left To Blame” aber auch zu elektrisch verstärkten Instrumenten, was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tut. Die ist, trotz des Fernsehstudios, wie der Titel es schon vermuten lässt, sehr intim gehalten. Die Band präsentiert sich bestens aufgelegt. Gleich das eröffnende “Undertow” kommt sehr relaxt aus den Boxen und steht dem Original in nichts nach. Gilbert und Sheehan zeigen was sie können und Sänger Eric Martin hält den Song immer wieder durch Ohrwurmrefrains zusammen. Entspannte Atmosphäre, wie gesagt, die irgendwie nach Sommer und Party schreit.
Auch das folgende “Still Ain’t Enough For Me” kann absolut überzeugen, rockt und groovt an allen Ecken und Enden ohne dabei verzerrte Gitarren vermissen zu lassen. Hierzu trägt auch Drummer Pat Torpey bei, der sich nicht nur auf sein Drumset beschränkt, sonder auch noch allerlei andere Percussion-Instrumente zum Einsatz bringt und den Songs so den passenden Unterbau liefert. Musikalisch ist hier also alles im grünen Bereich und die Musiker werden hier und da auch mit Szenenapplaus bedacht, wenn sie ihre Soli zelebrieren.

Natürlich fehlt auch “To Be With You” nicht und rundet ein echt gelungenes Set ab. Ohne den Son geht es ja irgendwie auch nicht, auch wenn die Band sich damit nicht nur Freunde gemacht hat. “Live From The Living Room” macht Spaß und sorgt für entspannte Stimmung. Die überarbeiteten Arrangements sind dem Anlass entsprechend klug gewählt und man hört den Musikern zu jeder Sekunde an, dass sie diesen Auftritt genießen. Einzig die Setlist kann Grund zur Kritik geben. Ich persönlich hätte noch Nummern wie “Green Tinted Sixties Mind” oder “Road To Ruin” gehört. Aber das ist wie immer Geschmackssache und soll hier nicht ins Gewicht fallen.

Für das Album spricht vor allem auch, dass man der Band gerne länger als die fünfzig Minuten, die das Album dauert, zugehört hätte. Ein größeres Kompliment kann man der Band eigentlich auch nicht machen. “Live From The Living Room” ist ein Album, das seine absolute Daseinsberechtigung hat, da es MR. BIG von einer ganz anderen Seite zeigt und mit neuarrangierten Songs und einer tollen Atmosphäre punkten kann.


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