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CD-Review

Orcus Chylde

Artikel veröffentlicht am 22.07.2012 | 1058 mal gelesen

Aus Aschaffenburg kommt das Sextett ORCUS CHLYDE und sie haben sich einer eher leicht psychedelischen Form des 70s Rock verschrieben. Mit schön ausgeloteten Dynamiken, einlullenden Gitarrenriffs und ebensolchen, gut arrangierten Soli, sowie einer festen Rhythmussektion besticht die Musik auf dem selbstbetitelten Debütalbum und kann rein musikalisch an vielen Stellen richtig glänzen.

Der Gesang agiert in einer Kategorie, die ich persönlich in der Zone zwischen "gewöhnungsbedürftig" und "anstregend" einstufe. Wenn es in die Spitzen geht, erinnert mich das ein wenig an Brett Anderson von SUEDE, zumindest was das Geheule angeht, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass der Sänger von ORCUS CHLYDE mit der Tonlage kämpft und gerne mal ganz knapp an der Harmonie vorbeiorgelt. Wenn die Stimme leichter und weniger im Vordergrund ist, kommt das Ganze recht hörbar, allerdings auch unspektakulär rüber. Sobald er jedoch lauter wird, muss ich manchmal unfreiwillig die Zähne zusammenbeißen. Des Meckerns nicht genug, merkt man zudem ganz deutlich, dass hier ein Deutscher am Mikro steht. An manchen Ecken könnte die Aussprache einfach besser sein.

Insgesamt gesehen schaffen es ORCUS CHLYDE perfekt, ein Retrofeeling zu erschaffen. Die musikalische Fraktion der Band ist verdammt gut, der Sound ebenso perfekt in diese Richtung ausgesteuert. Sobald allerdings der Gesang hinzustöß wird es schwierig. Letztendlich ist es natürlich Geschmacksache, ob man sich das Gejaule die ganze Zeit geben möchte. Ich kanns nicht, da kann es rein musikalisch noch so rund laufen.


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