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CD-Review

Die And Let Live

Artikel veröffentlicht am 11.12.2012 | 1258 mal gelesen

Ich bin echt gespannt, wann die Retro-Okkult-Rock Welle abebbt. Der Markt ist eigentlich jetzt schon übersättigt und Quantität herrscht so langsam über Qualität. Da es sich aber anscheinend doch noch lohnt auf den Pfaden von GHOST, BLOOD CEREMONY oder THE DEVIL’S BLOOD zu wandern, erblicken immer neue Bands/Projekte das Licht der Welt. Eines dieser Projekte hört auf den Namen OUIJABEARD und ist eine weitere Bühne auf der sich Sänger Dr. Ape (DR. LIVING DEAD) austobt.

Mit “Die And Let live” legen OUIJABEARD ihr Debütalbum vor, das sich erheblich von der Hauptband des Protagonisten unterscheidet, denn musikalisch bildet Seventies-Rock die Basis für den Sound der Band. Wer jetzt an oben genannte Bands denkt, liegt goldrichtig. Zugute halten muss man Dr. Ape, der bis auf ein paar Soli alle Instrumente selbst eingespielt hat, dass er nicht versucht bei den Genregrößen abzukupfern. Man kann im Sound der Band neben szenetypischen Einflüssen wie BLACK SABBATH auch IN SOLITUDE, KISS (der Anfang von “The End”) oder die ersten zwei Alben von IRON MAIDEN heraushören. Die ersten drei Nummern der Platte gehen dann auch als starke Retrorocker durch das Ziel und bauen einen interessanten Spannungsbogen auf, der sich aber leider nicht über die gesamte Distanz des Albums spannt. Schon beim vierten Song der Scheibe (“Curse Of The Stones”) machen sich erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar und das folgende Instrumental “Alexandra” kann zwar durch Atmosphäre überzeugen, stellt aber einen kompletten Bruch im Albumfluss dar. Da kann auch eine gutklassige Nummer wie “Keep The Streets Empty For Me”, mit einem latenten GHOST-Flair versehen, nicht wirklich noch etwas heraus reißen. “Moon Empire”, “Signs Of Moreia” und der abschließende Titeltrack (mit Gastgesang von BLAZE BAILEY) sind glatter Durchschnitt, der keinem weh tut, aber den Hörer auch nicht vom Hocker haut.

Wenn man die positiven und negativen Aspekte von “Die And Let Live” aufwiegt, kommt man bei der Wertung auf knappe fünf Zähler. Dass OIJABEARD durchaus Potential haben, beweisen sie mit den ersten drei Stücken ihres Debüts. Leider fehlt es den meisten anderen Songs auf “Die And Let Live” danach aber an Durchschlagskraft, um sich gegen die nicht gerade kleine Konkurrenz durchzusetzen.


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