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CD-Review

Worst Case Society

Artikel veröffentlicht am 07.07.2012 | 1565 mal gelesen

POINTERS HEAD? Nie gehört. Dabei ist die Band um Sänger Sven Krämer schon seit 1998 unterwegs und hat es schon auf einige Veröffentlichungen gebracht. Verschrieben hat sich die in Lindlar (nahe Köln) beheimatete Band modernem Hard Rock mit Metal-Einschlag. Auch auf dem neuen Album “Worst Case Society” mischt die Band diese Elemente zu einem ansprechenden Gebräu zusammen.

Nach kurzem Intro legen POINTERS HEAD schön groovig mit “Unsung Heroes Part I” los. Die Gitarren braten schön und die angenehm raue Stimme von Sänger Sven bringt die sozialkritischen Texte der Band optimal zur Geltung. Gut, POINTERS HEAD erfinden den Hard Rock nicht neu, aber sie spielen ihre Musik mit Herzblut. Das kann man “Worst Case Society” zu jeder Sekunde anhören. Songs wie “Make My Day”, “Thumbs Up” oder das sehr groovige “Ride On” wissen den Hörer schon nach wenigen Takten zu packen und ihn auf eine rockige Reise mitzunehmen. Zudem hört man der Platte an, dass POINTERS HEAD schon eine Weile miteinander Musik machen. Die Rhythmusfraktion bildet den optimalen Unterbau für die Riffs des Gitarrendoppels Kevin Block und Sven Schmidt, die sich gekonnt die Bälle zuspielen. Auch die Produktion kann sich hören lassen und erfüllt locker internationales Niveau. Es macht wirklich Spaß der Band beim Musizieren zu zuhören.
Trotzdem hat man immer das Gefühl, dass da die Obergrenze des Könnens noch nicht erreicht ist. Mir persönlich fehlen die großen Hits auf “Worst Case Society” wie sie Bands wie GOTTHARD oder SHAKRA zuhauf schreiben. Die Ohrwürmer, die einen dazu verleiten Songs direkt noch einmal zu hören. Die Ansätze sind da, doch reizen POINTERS HEAD ihr Potential auf ihrem aktuellen Album dahingehend noch nicht so richtig aus. Da aber alle Voraussetzungen gegeben sind, denke ich, dass die Band auf ihrem nächsten Album die ein, zwei Hits mitbringt, die POINTERS HEAD dann den Sprung in die Bundesliga ermöglichen.

Für den Moment bleibt ein Album, das sich durch das technische Können der beteiligten Musiker ganz klar vom Durchschnitt abhebt, aber durchaus noch etwas Luft nach oben hat. Eigentlich ist das aber jammern auf hohem Niveau, denn “Worst Case Society” ist beileibe kein schlechtes Album und dürfte Leuten, die modernem Hard Rock nicht abgeneigt sind durchaus zusagen. Ich bin gespannt, was man von POINTERS HEAD noch zu hören bekommt.


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