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CD-Review

Leaving D.C.

Artikel veröffentlicht am 08.09.2012 | 1407 mal gelesen

Logisch. Wer sich RIFF RAFF nennt, lässt sofort an AC/DC denken und von daher sollte es nicht weiter für Verwunderung sorgen, dass sich diese Herren aus Berlin als eine der bekanntesten Cover-Bands der Australier etablieren haben können. Doch vom bloßen Nachspielen und Interpretieren hatte man offenbar vor geraumer Zeit genug und kredenzt der Klientel nun einen bunten Strauß selbst komponierter, rotzig-rockiger Kamellen.

Diese lassen zwar immer noch vorwiegend an die erwähnten Heroen denken, machen aber durchaus auch offenkundig, dass es noch weitere Formationen gibt (ROSE TATTOO sowie GUNS’N’ROSES, aber auch RHINO BUCKET oder KROKUS), die es RIFF RAFF angetan haben. Daher dürften es dennoch vorwiegend jene Rockmusik-Liebhaber sein, die das "Original" schätzen, die sich hier angesprochen fühlen. Zu Recht, zumal es die Berliner blendend verstehen, für beste Laune zu sorgen und sich dabei den Arsch im wahrsten Sinne des Wortes abrocken. Ganz abschütteln konnte vor allem Sänger Steve Betteridge den "Coverband-Schatten" zwar nicht, doch er dürfte es als Ehre verstehen, dass man sich des Öfteren fragen muss, ob da nicht doch etwa Brian Johnson als Gast ins Studio gebeten wurde.

Doch dem war nicht so, die Truppe bekommt derlei Sounds mittlerweile eben auch ohne fremde Hilfe und aus dem Effeff hin, Stimme inklusive. Dass bei einer solchen Rock-Melange nur bedingt Eigenständigkeit zu vernehmen ist, erklärt sich auf Grund der Vorgeschichte ohnehin von selbst, auf Nummer Sicher zu gehen - im Sinne von Abkupfern - haben sich RIFF RAFF aber dennoch verkniffen. Der Fünfer lässt neben Zitaten aus dem Blues, auch reichlich Hardrock der 70er und sogar Fragmente aus dem Southern Rock vernehmen, die zu einem üppigen Klangbild vereint wurden.

Die Truppe wirkt auf "Leaving D.C." professionell und routiniert, aber sehr wohl auch immens bemüht, eine eigene Note einzubringen. Nicht zuletzt deshalb hat wohl auch Drummer Andreas "Schulle" Schulz die Produktion des Albums übernommen und einen guten Job verrichtet. Thumbs Up!


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