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CD-Review

Silver Horses

Artikel veröffentlicht am 06.11.2012 | 1916 mal gelesen

Auch wenn es unspektakulär erscheinen mag, dass sich dieses erst im letzten Jahr gegründete Projekt dem aktuell erneut wieder schwer angesagten "Classic Rock“ hingibt, diese Herrschaften beherrschen ihr Handwerk fraglos und offerieren ihre Variante davon mit reichlich Blues und Soul. Noch imposanter aber ist wohl ein Blick auf die Besetzungsliste, wobei sich dieser wohl erledigt hat, wenn erst einmal der Gesang zu vernehmen ist, denn der ist einfach unverkennbar.

Mit Tony Martin ist hier nämlich einer der zugleich begnadetsten, aber dennoch schon seit langen Jahren sträflich unterbewerteten Barden zu vernehmen, der einmal mehr seine Klasse und Variabilität unter Beweis stellen kann. Dass Tony Heavy Metal und auch Hardrock in edelster Manier zum Besten geben kann, ist seit BLACK SABBATH, aber auch durch seine Kooperation mit Dario Mollo bekannt. Dermaßen tief in die rockmusikalische Vergangenheit ist er jedoch bis dato noch nie eingetaucht, als bei den SILVER HORSES.

Erneut in Zusammenarbeit mit italienischen Musikern (Gianluca Galli (Gitarre; TIME MACHBINE und MANTRA), SHABBY TRICK-Bassist Andrea Castelli und Drummer Matteo Bonini) gibt es eine geballte Ladung an Sounds zu hören, die vorwiegend an LED ZEPPELIN orientiert scheinen, eine gewisse Motown-Schlagseite aufweisen und auch ergreifende Blues intus haben, aber durchaus von einem dezenten Hang zur „Moderne“ geprägt sind.

Damit meine ich jetzt aber nicht etwaige zeitgenössische Strömungen, sondern eine gewisse Ähnlichkeit zu nicht minder in jener Epoche der Rockmusik agierende Zeitgenossen, die auch anno 2012 keineswegs antiquiert klingen. Als bestens Beispiel fallen mir diesbezüglich BLACK COUNTRY COMMUNION ein, wobei ich weniger die Musik selbst meine als viel mehr den Umstand, dass Tony’s Gesangsdarbietung ähnlich persönlich und aus tiefster Seele stammt wie der von Glenn Hughes. Abwegig erscheint aber auch stilistischer Vergleich keineswegs, denn Gianluca hat nicht nur Faible für die Ikonen unter den hart rockenden Riffmeistern, er weiß auch den Blues mit Hingabe und Authentizität zu zelebrieren.

Wer sich also für Classic Rock mit Blues-Schlagseite erwärmen kann und zudem die Stimme von Tony Martin zu schätzen weiß, wird auch von SILVER HORSES sein Glück finden - bleibt bloß noch zu hoffen, dass dieses Projekt nicht als einmalige Angelegenheiten die Annalen der Historie eingeht.


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