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CD-Review

22 Minutes

Artikel veröffentlicht am 17.04.2012 | 1310 mal gelesen

Sympathiebonus ist immer gut. Einerseits sind mir bisher alle Veröffentlichungen, auf denen das Logo von Timezone prangte, in sehr positiver Erinnerung, andererseits sorgt auch die Sängerin der Alternative Rocker SOMEONE'S MISSING aus'm Pott für ein kleines déjà-vu bei mir. Melanie Vallender klingt nämlich ein bißchen wie April Combs der längst verblichenen ARSON GARDEN, die hierzulande vermutlich nur einer handvoll Leute was sagen. Ist auch egal. Gefällt mir aber.

SOMEONE'S MISSING waren mir bislang kein Begriff, dabei rockt die Band schon seit einigen Jahren. "22 Minutes" ist die dritte Veröffentlichung, die man aufgrund ihrer eponymischen Länge wohl als Mini-Album bezeichnen könnte. Ruhrpotthauszeichner wie Jepsen und Jamiri arbeiten ja schon seit Jahren daran, die Aufmerksamkeit weg von den gängigen Klischees von Industrie und Maloche zu lenken. Und wenn dieser Gegend Deutschlands Kulturattribute zugesprochen werden, dann ist diese Band ein guter Fürsprecher. Alternative Rock bedeutet für sie vor allem Befreiung von Konventionen. Es ist nicht der Begriff aus den 90ern, sondern bezeichnet das ungezwungene Verständnis von rockenden Gitarren, welches auf "22 Minutes" vielseitig zur Geltung kommt. Mal poppig, mal richtig energisch wie in der Single "You Never Told Me", mal balladesk - SOMEONE'S MISSING, wissen, wie man Stimmungen einfängt und in eingängige Songs verpackt.

Und sie haben noch mehr Singletaugliches: Mit "Beyond Redemption" und vor allem dem gelungenen Rausschmeißer "Blind" haben sie zwei ebenbürtige Nummern im Gepäck, die "22 Minutes" zu einer mehr als soliden Platte werden lassen. Wer auf unkomplizierten und klischeefreien Rock steht, sollte mal beim Ruhrpott-Fünfer reinhören!


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