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CD-Review

Spaceship Landing

Artikel veröffentlicht am 22.07.2012 | 1802 mal gelesen

Hossa, bei diesem Bandnamen dürfte wohl jeder basisorientierte Stoner-Rocker ziemlich steil gehen, ist er doch einem der besten Genre-Longtracks ever entliehen. Natürlich ist hier von KYUSS die Rede, dessen Abschluss-Track von "...And The Circus Leaves Town" rangezogen wurde und SPACESHIP LANDING den Namen geben durfte.

Musikalisch wühlen die Deutschen schön im Stoner Rock herum, schielen jedoch auch gerne mal Richtung Psychedelic oder von mir aus auch Space Rock rüber. Die elf Stücke sind verspielt, trippy, verraucht, aber auch abwechslungsreich und manchmal sogar geil ausufernd rockig. Auffällig ist, dass SPACESHIP LANDING sehr zurückhaltend mit Gesang umgehen und diesen soundtechnisch lieber in zweiter Reihe erscheinen lassen. Daran tun die Jungs auch gut, denn ihr selbstbetiteltes Album lebt ganz klar von der Musik. Vermutlich fehlt ihnen noch ein Sänger, der mit pasender und natürlich gekonnter Stimme die geile Mucke unterstreicht und bereichert. Zudem haben sie mit "Guitaresoundmachine", "Still Hangin" (für die Kenner: Achtet mal aufs Saxophon. Wer erkennt es?), "Lowland Depressions" und "Erics Mom" ein paar Longtracks am Start, welche allesamt die Zehnminutenmarke überschreiten. Letzteres geht sogar über 17 Minuten. Ausgiebige Kiffermucke deluxe. Schön ausufernd arrangiert und geht geil ins Bein.

Der Sound ist fantastisch authentisch ausgesteuert und gibt den leicht auf alt getrimmten Rock sehr gut wieder. Alles klingt echt, nach Qualm und viel Spaß. Diese Band hätte seinerzeit auf dem legendären Woodstock die Massen in den Rauschwahnsinn gespielt. Ich persönlich finde, dass es heutzutage selten noch sogenannte Stoner-Rock-Bands gibt, die richtig eigen und eben nicht mit jedem zweiten Riff nach KYUSS klingen. SPACESHIP LANDING gelingt dieses Lostreten und sie sind definitiv kein Plagiat genannter U.S.-Steinhelden. Klar, es gibt genügend andere Stoner-Truppen, die sich aber dann wiederum so weit vom Stil entfernen (Beispiel: FU MANCHU), dass sie kaum noch dazu zu zählen sind. Wie dem auch sei: SPACESHIP LANDING sind ein tolles Beispiel dafür, dass der Stil noch lange nicht tot ist und in Kombination mit Psychedelic (die Grenzen sind ja eh nicht so eng gestrickt) und etwas 70s Vibes durchaus etwas starkes geschaffen werden kann. Ein richtig gutes Album haben die Jungs hier am Start!


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melden levithanius (unregistriert) | 23.07.2012 | 18:29 Uhr

Man dürfte aber durchaus erwähnen, dass das hier lediglich ein Re-Release ist. Das Original ist von 2006 und die Band existiert leider inzwischen nicht mehr.  

Sickman
melden Sickman | 23.07.2012 | 18:54 Uhr

Jop, stimmt. Schade eigentlich. Wäre spannend zu hören, was da wohl noch so gekommen wäre...