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Spiders

"Weekend Nights"
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Vinyl-Review, 1728 mal gelesen, 31.03.2011 Wertung 07/10

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CD-Review

Flash Point

Artikel veröffentlicht am 16.09.2012 | 2614 mal gelesen

Das ging ja dann doch schneller, als ich erwartet hatte. Nachdem ich vor knapp vier Wochen die Single “Weekend Nights” der schwedischen Retro-Rocker SPIDERS rezensiert habe, liegt nun schon das Debütalbum “Flash Point” vor. Dass sich die Schweden stilistisch nicht ändern würden, war klar. So gehe ich nun voller Vorfreude an das Debüt, kann aber auch jetzt schon mit Kritik nicht sparen, denn knapp 28 Minuten Spielzeit hinterlassen – egal, bei welcher Band – in der heutigen Zeit immer einen etwas faden Beigeschmack.

Auf der anderen Seite konzentrieren sich die SPIDERS in ihren Songs auf das Wesentliche und vor dem Hintergrund der musikalischen Einflüsse, ist es dann wiederum nicht verwunderlich, dass die Platte so eine kurze Spielzeit aufweist. Der Opener “Weekend Nights” kommt genauso geschmeidig, wie auf der Single, was für die Plattenfirma spricht, denn der raue Sound scheint nicht nachbearbeitet worden zu sein. Das folgende “Hang Man” geht dann etwas direkter zur Sache und kann mit Reminiszenzen an MOTÖRHEAD, sowie einen gelungenen Refrain punkten. Auch wenn die SPIDERS sich selbst durch ihre Affinität zum Rock der sechziger und siebziger Jahre in ein recht enges Korsett gesteckt haben, versuchen sie trotzdem ihre Songs immer abwechslungsreich klingen zu lassen. Zwar kann man die Vorbilder der Band (u.a. LED ZEPPELIN und JEFFRSON AIRPLANE) durchaus im Sound der Schweden entdecken, doch die SPIDERS gehen ihren eigenen Weg und die Versuche sich durch Songs wie “Fraction” (mit perfekt eingebauter Mundharmoniker), dem Ohrwurm “Rules Of The Game”, dem melancholischen und zugleich leicht progressiven “Above The Sky” oder “Hard To Keep True” von den Vorbildern frei zu schwimmen, gelingen. Natürlich können hier alle Songs auch auf einem der unzähligen Hippie-Sampler stehe, wenngleich sie härter sind. Allerdings wirkt der Sound von SPIDERS nicht so anachronistisch, wie man es vermutet. Die Band spielt bluesigen Rock, der frisch und unverbraucht klingt. Dass sie sich dabei in den Siebzigern musikalisch am nächsten fühlen, ist nicht negativ zu werten, zumal es viel Bands gibt, die das Flair der Siebziger weniger authentisch transportieren.

Innovation, moderne Sounds und das Anbiedern an irgendwelche Trends finden auf “Flash Point” nicht statt. Sicher, im Rahmen der Retro-Welle kann man der Band vorwerfen auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Doch man nimmt den SPIDERS ab, dass sie die Musik, die sie spielen lieben und dementsprechend auch noch nach dem abebben dieses Trends noch gute Platten veröffentlichen werden. SPIDERS spielen ihre Songs mit Leidenschaft und man kann zu jeder Sekunde von “Flash Point” hören, dass die Musiker hinter dem stehen, was sie tun. “Flash Point” ist ein starkes Debüt, das die Messlatte für alle weiteren Veröffentlichungen in diesem Genre sehr hoch hängt.


Kommentare




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melden Chris (unregistriert) | 21.12.2012 | 12:07 Uhr

Diese Band hält auch live, was sie verspricht.
Durfte sie im Vorprogramm von Graveyard erleben.
Neben dem Debütalbum existiert auch noch eine "EP" mit 4 Songs, die locker mit dem Album mithalten können.
Gibts als Download für...  

melden isibi (unregistriert) | 14.01.2013 | 10:43 Uhr

Habe Spiders ebenfalls als Vorband von Graveyard gesehen. In meiner Rangliste der "besten Vorbands" rangieren sie auf Platz 1 (ganz knapp vor Uncle Ho, die ich mal als Vorband der Guano Apes gesehen habe). Diese Band werde ich auf jeden Fall im Auge ...