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CD-Review

Living On Trash

Artikel veröffentlicht am 02.09.2011 | 1805 mal gelesen

Artemisia absinthium ist ne dumme Sau!

Da spielen sich STAGEWAR den Arsch ab – oder feiner ausgedrückt: beweisen hörbare Spielfreude – und dann tropft Artemisia einfach rein…

Dabei ist erstmal alles vorhanden, was auf eine Thrash-Platte gehört. Knackige Riffs, eine ansprechende technische Ausführung und eine Produktion die gerade letzterer durchaus Rechnung trägt, darüber hinaus ein starker Rock-Einschlag, der den Songs eine heitere Frische verpasst… aber leider ist der Tropfen nicht wegzudiskutieren.

Die Jungs legen meist prächtig los, doch im Verlaufe eines Songs werden sie dann zu beliebig, verzetteln sich zwischendurch und präsentieren zumeist somit kein tatsächlich zwingendes Material. Auf Grund der mangelnden Nachvollziehbarkeit geht auch die Eingängigkeit flöten.

Schade, denn eine nicht zu verachtende Anzahl an Ideen ist famos, man spürt den rotzigen Punk und mit dem bereits erwähnten Rock’n’Roll-Anstrich kann sich der Vierer vom Gros der Thrash-Mitbewerber wohltuend absetzen. Zudem weiß neben der Instrumentalfraktion (gerade der prägnante Bass macht Laune!) auch der Fronter zu gefallen, dessen Stimme zur Mucke wie Pott auf Deckel passt. Wenn da der Tropfen nicht wäre…

Aber abgesehen von der als höchst ärgerlich zu nennenden Tatsache, dass Artemisia die Sache bitter macht, kann bei dem mannigfaltigen Anwendungsbereich, den das Kraut so hergibt, auch durchaus Erfreuliches geschehen und es ist uns vergönnt, Bekanntschaft mit der fée verte zu machen. In Form von “Mugcrusher“ besucht uns die grüne Fee dann auch und somit ist spätestens zu diesem Zeitpunkt eindrucksvoll bewiesen, dass STAGEWAR über gewaltiges Potential verfügen. Das Gerät ist eingängig, bietet einen Refrain, den man gleich mitgröhlen kann und will und zeigt die Jungs von ihrer besten Seite. Gleiches leisten das pfeilschnelle “Shell Shock“ und der kleine Gruß an Mattel namens “Manatarms“.

So, Jungens – sorgt dafür, dass nichts mehr tropft und wir können mit dem nächsten Longplayer eine formidable Platte erwarten, die der Konkurrenz das Fürchten lehren wird…


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